by Siggi
S Club- Mitglied Tina Barrett, die jetzt, kurz nach der Hochzeit mit Dauerfreund Tommy Hulme seinen Nachnamen trägt, ist gerade auf dem Weg zu ihrer Freundin und Ex- S Club 7 – Kollegin Hannah, um sie und ihre 3 Kids, den 2 ½ - jährigen Georgie und die 1 Jahr alten Zwillinge Josie und Julie, zu besuchen. Sie hat seit ungefähr 12 Wochen selber ein Baby und möchte sich nun von der bereits erfahrenen Mama ein paar Tipps holen, also hat sie Klein Kelly in ihrem Kinderwagen gleich im Schlepptau. Hannah sitzt gerade mit der Rasselbande am Tisch und füttert sie, mit den Zwillingen kämpft sie abwechselnd und Georgie albert mit ihnen rum. „Georgie! Hör auf das Essen rum zu schmieren! Iss schön auf, sonst regnet es morgen wieder und dann kannst du nicht wieder auf den Spielplatz!“ ermahnt Hannah ihn und schon futtert er brav weiter. „Fein, schön essen! Und du Julie machst jetzt mal den Schnabel auf, so kommt doch gar nichts in den Mund rein! Los!“, „Mami, auch mam-mam!“ beschwert sich Josie beleidigt, sie will auch das Essen auf dem Löffel in den Mund geschoben bekommen, warum muss sie selber essen? „Gleich meine Süße, Mami muss aber auch Julie füttern, also iss erstmal schön alleine, ja?“, also nickt Josie bloß und mampft wieder eine Ladung Brei, „Mami? Fertig!“, Georgie zeigt ihr stolz seinen mehr oder weniger abgeräumten Teller und lächelt sie mit einer ganz verschmierten Schnute an, „Schön, dann trinkst du jetzt noch aus und dann gehst du Hände waschen, ok?“, „Ja, hat gut gemeckt!“ strahlt er und greift nach seinem Fläschchen, „Freut mich, schmeckts euch auch?“ fragt Han die Mädchen, doch die sehen sie nur ohne zu antworten mit ihren großen blauen Augen an. „Mami, Ausgetrinkt!“ strahlt Georgie und versucht, aus seinem Hochstuhl auszubrechen, aber er scheitert am Bügel, der vor seinem Bauch quer steht... „Gut, dann geh jetzt Hände waschen und dann kannst du wieder spielen gehen.“, Hannah hebt ihn aus seinem Stuhl und schon flitzt er los, als es plötzlich klingelt. „Mami, Tür!“ rufen er und die Zwillinge plötzlich alle gleichzeitig, „Ja, ich weiß! Georgie? Gehst du mal bitte aufmachen? Mami kann jetzt nicht! Das ist Tante Tina, sie kommt heute mit Baby Kelly zu Besuch!“, also rennt der Kleine an die Tür und lächelt Tina mit seinem immernoch verschmiertem Mund an. „Hallo! Oh, wie ich sehe wird hier grade ordentlich gegessen?“ begrüßt Tina erst ihn und dann die anderen 3, „Ja, hallo Teen, wie geht’s dir? Wie wars in den Flitterwochen?“ bombardiert Hannah sie gleich mit Fragen, „Mami, mam-mam!“ drängelt aber Josie plötzlich, sie will jetzt endlich auch gefüttert werden! „Ach so, ja, Tina? Du hast doch grad eine Hand frei, oder? Kannst du sie hier mal übernehmen? Josie quengelt schon!“, „Klar, mach ich!“, Tina stellt Kellys Tragetasche, die sie vom Kinderwagen abgebaut hat, neben den Tisch und nimmt Julies Löffel, während Han jetzt endlich zu Josie rüber rutscht und sich mit ihr beschäftigt. „Also in den Flitterwochen wars hammergeil! 3 Wochen Thailand sind echt spitze! Der Strand dort ist voll cool, das Wetter war ganz angenehm, nicht zu heiß und nicht zu kalt! Gut, ab und zu hats mal ein bisschen getröpfelt, aber das war meistens nachts! Und das Hotel sag ich dir – der Hammer!“ schwärmt ihr Tina gleich von ihrer Hochzeitsreise, von der seit 2 Tagen zurück ist, vor, „Aha, ich hab dir ja gleich gesagt, dass Thailand super ist! Wie gings denn mit Kelly? Ich meine, so eine lange Reise ist für ein so kleines Baby ja nun nichts Alltägliches!“ fragt Hannah weiter, während sie jetzt die letzten Reste von Josies Plastikteller kratzt. „Ja, sie hat alles gut überstanden! Du hättest sie mal sehen müssen, sie hat am Strand in den Wellen richtig wohl gefühlt! Sie hat bei jeder Welle richtig gequiekt vor Freude!“, „Das glaube ich gerne! Solche habe ich auch! Die kannst du echt nicht in die Wanne setzten, ohne dass danach das halbe Bad überschwemmt ist, so toben die rum! So Josie Mäuschen, siehst du? Hat doch geschmeckt, oder nicht?“, Josie stimmt ihrer Mama lächelnd zu und greift nach ihrer Flasche. „Oh je, soweit ist Meine ja noch nicht! Aber Tommy war letztens mit ihr in der großen Badewanne, das hat sie richtig genossen, sie hat gleich geschrien, wo sie wieder raus musste!“, jetzt ist auch Tina fast fertig mit Teller abräumen und steckt Julie den letzten Löffel in den Mund. „Mami!“ ruft Josie strahlend, sie hat jetzt ihr Fläschchen leer getrunken und zeigt das ihrer Mama stolz, „Super, dann warten wir jetzt, bis deine Schwester fertig ist und dann gehen wir Hände waschen, ja?“, Josie lächelt wieder bloß und fängt an, in ihrem Stuhl rum zu zappeln, um die kleine Kelly zu sehen, die ja unter dem Tisch in ihrer Tragetasche schläft. „Warte, ich hol dich raus, du fällst noch runter.“, Hannah hebt sie aus dem Sitz und stellt sie auf den Boden, „Mami, Baby dei-dei macht!“ zeigt sie ihr gleich aufgeregt und guckt neugierig in die Tasche, „Ja, also sei leise, sonst wacht sie auf! Komm mal her, wir 2 gehen jetzt schon Hände waschen, sonst schmierst du mir noch alles voll!“, Josie trabt hinter ihrer Mama hinterher ins Bad und Julie beendet jetzt auch ganz neugierig auf das Baby unterm Tisch ihr Essen und zutscht wie verrückt an ihrer Flasche, um ja schnell fertig zu werden. Gerade als Tina aufsteht und die 2 Teller der Zwillinge in das Abwaschbecken räumen will, fängt Kelly plötzlich an zu weinen, „Baby weint!“ ruft Julie und zeigt unter den Tisch, immernoch zur Hälfte ihre Flasche im Mund. „Aww, was ist denn, Kelly Süße? Na komm mal her, ist doch gut, nicht weinen!“, Tina holt sie raus und küsst sie auf ihr kleines Köpfchen, „Baby hat?“ fragt Josie, die jetzt mit wieder sauberen Händen und sauberem Mund auf dem Bad gestiefelt kommt, „Weiß nicht, sie ist wach geworden, deswegen schreit sie bestimmt!“ erklärt Hannah ihr und holt jetzt auch Julie aus ihrem Sitz, „Kelly jetzt wach?“, Georgie hat auch das Geschrei gehört und kommt aus dem Wohnzimmer gerannt. „Ja, Kelly hat bestimmt Hunger, sie bekommt jetzt bestimmt auch gleich was zu essen, oder?“, „Naja, ich gucke erstmal, ob sie nicht die Windeln voll hat, ich kann doch mal deinen Wickeltisch missbrauchen, oder?“, „Ich weiß nicht, Julie, Josie? Kann Tante Tina für Kelly mal euren Wickeltisch nehmen?“ leitet Han die Frage an ihre Mädchen weiter, „Ja!“ kreischen die 2 gleich strahlend, also schnappt sich Tina die Tasche mit dem Babyzeug drin und bringt Kelly hoch ins große Badezimmer. „Kelly volle Windeln?“ erkundigt sich Georgie neugierig, „Ja, sie wird jetzt gewickelt, du weißt doch, wie das geht, oder? Du hast doch der Mami und dem Daddy bei den Zwillingen schon so oft zugeguckt!“ erklärt Hannah ihm und nimmt Julie an die Hand, um sie auch mit die Treppen hoch zu nehmen, damit sie auch Mund und Hände wäscht, Josie und Georgie eilen aber auch schon an den beiden vorbei und drängeln sich um den Wickeltisch, um ganz genau zu beobachten, wie Tina der Kleinen die Windeln wechselt. Als Kelly fertig ist, sich zwischendurch wieder ein bisschen ausgeruht hat und die Zwillinge ausnahmsweise mal friedlich mit ihrem Bruder spielen, wird sie jetzt gefüttert und so sitzen Tina und Hannah auf der Couch und unterhalten sich, als Paul dann endlich von der Band nach Hause kommt. „Hallo Schatz! Hi Tina!“ begrüßt er die 2 und küsst Hannah kurz auf den Mund. „Hi Pauly, na? Wie war dein Tag?“, „Stressig, wie immer, schlafen die Kids?“, „Nein, noch nicht, ich hab ihnen versprochen, dass sie nach dem Mittagessen noch ein bisschen spielen dürfen, weil sie heute Morgen so lange geschlafen haben. Aber stell dir vor: sie spielen oben zusammen ohne sich zu streiten!“, „Wow, ist ja der Wahnsinn! Sags aber lieber nicht zu laut! Hi Teen, hallo Kelly Süße!“, er umarmt Tina noch schnell zur Begrüßung und geht dann zu den Kindern hoch, um Tina in Ruhe fertig stillen zu lassen. Kaum dass er seinen Kopf in die Tür zu Georgies Zimmer steckt, kommen die 3 auch schon auf ihn zu gestürmt: „Daddyyyy!“, sie prügeln sich fast darum, wer ihm zuerst um den Hals fallen darf! „He, na hallo meine Süßen! Na? Was macht ihr denn Schönes?“, „Malen!“ erklärt Georgie ihm und zeigt auf den kleinen Tisch, wo überall Blätter und Stifte liegen, „Oh und was malt ihr Schönes?“, „Mami und Daddy!“ antwortet Georgie und präsentiert seinem Papa sein bisheriges Meisterwerk, „Aha, schön! Und was malt ihr?“ fragt er die Zwillinge, „Wauwau!“ lächelt Josie und streckt ihm auch ihr Bild entgegen. „Aha, na dann malt mal noch brav weiter und Georgie? Lass die Mädchen in Ruhe, ja?“, „Ja, Daddy!“ antwortet er ganz unschuldig und so schließt Paul wieder die Tür und geht ins Wohnzimmer zurück, wo Kelly jetzt auf Tinas Schulter liegt und ein Bäuerchen machen soll. Nachdem das Baby wieder schlafen gelegt wurde, will jetzt auch Hannah ihre Kinder ins Bett bringen, damit sie Mittagsschlaf machen, doch gerade, als sie auf dem Weg in deren Zimmer ist, kommt ihr Josie schon aufgeregt entgegen und sie hört im Hintergrund jemanden weinen... „Mamiiii, Gordi böse!“ schreit sie und greift nach Hannahs Hand, um sie ins Zimmer zu ziehen, „Was ist denn jetzt schon wieder passiert?“ fragt sie sich laut und schon sieht sie, was los ist: Georgie und Julie haben sich um einen Stift gestritten und da ja von den Dickköpfen alle stur wie ein Bock sind, haben sie solange gemacht, bis er seine kleine Schwester hingeschubst hat und Julie nun heulend unterm Tisch sitzt! „Mami...aua macht!“ schluchzt sie und dicke Tränen kullern an ihren Wangen runter, „Aww, komm mal her! Scht, ist doch gut! Wie ist denn das passiert?“, Han nimmt Julie in den Arm und will von Georgie gleich wissen, warum er seiner Schwester nun schon wieder weh getan hat. „Julie Tift mopst!“, „Neeiiiin, meine!“ verteidigt sie sich aber sofort wieder schreiend, „Nein, mein Tift! Du mopst!“ ruft er wütend zurück und fängt jetzt auch langsam an zu weinen, „Aufhören jetzt ihr 2! Ihr hört jetzt auf mit weinen und geht euch ausziehen, jetzt geht’s ab ins Bett!“, „Was ist denn hier los?“ fragt Paul plötzlich hinter ihr, er hat das Geschrei gehört und wusste natürlich sofort, dass sich die Kids schon wieder gestritten haben. „Julie und Georgie haben wegen einem Stift oder sowas gestänkert und mal wieder solange gemacht, bis jemand heult!“ erzählt Han ihm und so kommt er nur mit einem „Oh nein, nicht schon wieder! Na dann komm schonmal mit, dann bist du eher im Bett als deine Schwester!“ zu ihr und den Mädchen rüber und nimmt Josie schon mit in ihr Zimmer, damit er sie fürs Bett fertig machen kann. „Und du ziehst dich jetzt auch aus Georgie, verstanden? Und wehe du schubst nochmal, das tut nämlich weh!“ schimpft Hannah mit ihrem Sohn, sie versucht zwar, möglichst nicht streng zu sein, aber wenn jemand mutwillig dem Anderen wehtut, dann kann sie schonmal böse werden. „Ja Mami...“ sagt er mit gesengtem Kopf kaum hörbar und fängt an, sich seinen Pullover über den Kopf zu ziehen, „Sehr gut und wir gehen jetzt auch rüber ins Bettchen, ok?“, Han sieht Julie an und als die Kleine ihr mit einem Nicken zustimmt marschieren die beiden los. Etwa eine halbe Stunde später liegen alle 3 in ihren Bettchen und schlummern friedlich, es war mal wieder ein harter Kampf, bis sie endlich schlafen wollten, aber ihre Eltern meistern die große Herausforderung doch jedes Mal! Auch Baby Kelly schläft wieder dick eingemummelt in ihrer Tragetasche vom Wagen und so sitzen die stolzen Eltern auf der Couch und unterhalten sich wieder. „Sag mal Paul, wie läuft es eigentlich zurzeit so in der Band? Fehle ich euch denn sehr?“ fragt Tina gespielt eingebildet, „Nö, überhaupt nicht! Wir sind froh, dass du weg bist!“ grinst Paul frech, „Na vielen Dank auch...“, „Nee, wird echt Zeit, dass du deinen Mutterschaftsurlaub endlich beendest, Jon langweilt sich schon! Er hat niemanden zum Quatschen, was denkst du denn, wie der uns zurzeit auf den Geist geht?!“ erzählt Paul ihr, er ist ja immernoch mit S Club unterwegs, aber da Tina ja noch Erziehungsurlaub hat, sind sie im Moment nur zu fünft. „Wie lange hast du eigentlich noch Urlaub? Noch bis April, oder machst du länger?“ erkundigt sich Hannah jetzt mal, „Nein, ich geh ab nächstem Jahr wieder, dann kommt Kelly in die Kinderkrippe! Mit 4 Monaten ist das doch nicht zu früh, oder?“, „Ich weiß nicht, ich hab gehört, dass die dort schon Babys ab 8 Wochen nehmen, also dürfte das eigentlich gehen!“ antwortet Han ihr, sie hat ihre Kids zwar noch nie in die Krippe gegeben, weil sie ja die meiste Zeit zu Hause ist, aber als mittlerweile erfahrene Mama weiß man sowas ja. „Ja, so hab ich es auch gehört und so haben es mir die Leute dort auch gesagt, also Kelly Mäuschen, mach dich schonmal auf viele Kinder gefasst! Aber Paul? Habt ihr schon die Pläne für Januar/Februar bekommen, oder soll ich mich in den nächsten Wochen überraschen lassen?“ fragt Tina jetzt wieder ihren Bandkollegen, „Ähm...ja, wir haben die schon, aber soweit ich weiß, wird die Tour, die eigentlich im Januar sein sollte, auf April verschoben und der Dreh der neuen Staffel wird auf Juni bis September verschoben! Mehr weiß ich auch noch nicht, wir werden uns also alle überraschen lassen müssen!“ beantwortet er die Frage so gut er kann, aber da Simon laufend alles umändert, weiß er selber nicht so recht, wann er zu was wo sein wird. „Aha, naja ok, ich werde dann auch mal wieder heim machen, dann machts mal gut ihr 2, man sieht sich ja!“, Tina, Hannah und Paul stehen auf und gehen zur Tür und als Tina Jacke und Schuhe angezogen hat hilft Paul beim befestigen der Tragetasche am Wagen und schon fährt sie Kelly nach Hause. „So und was machen wir jetzt?“ fragt Paul und lässt sich wieder aufs Sofa fallen, „Weiß nicht, was willst du denn machen?“, „Och, wenn du schon so fragst...nein, war bloß Spaß! Waren die Kinder denn lieb heute, oder haben sie dich schon wieder geärgert?“ will er jetzt mal wissen, es wundert ihn etwas, dass Hannah ihm heute noch gar nichts erzählt hat. „Nö, also bis jetzt waren sie ganz lieb, aber ich sags lieber nicht zu laut, der Tag ist ja noch lang und du weißt, kleine Kinder finden immer eine Gelegenheit die Eltern fertig zu machen...“, „Oh ja...ich finde trotzdem, dass wir die süßesten und überhaupt tollsten Kinder der Welt haben!“ meint Paul mit einem Lächeln und küsst Hannah zärtlich auf den Mund. „Ja klar haben wir das, es sind ja immerhin Unsere!“ stimmt sie ihm lächelnd zu und die beiden küssen sich wieder und wieder, bis irgendwann ein heißes, inniges Knutschen daraus wird...doch plötzlich werden sie von Georgie, der ganz verschlafen und augenreibend mit einem Plüschtier an der Hand oben am Treppentor steht: „Mami, pullern!“ ruft er ganz laut und steht noch ganz müde taumelnd da. „Na dann komm, gehen wir mal auf Toilette, komm mit!“, Hannah steht auf, geht hoch und nimmt ihn an der Hand mit ins Badezimmer, seit die Zwillinge da sind, haben sie und Paul versucht, ihn nur noch aufs Töpfchen zu setzen, aber inzwischen will er auch auf die große Schüssel. Kaum dass er drauf sitzt springt er auch schon wieder runter und streckt sich, um an den Spülknopf zu gelangen – aber er ist zu kurz dafür! „Fertig? Na fein, dann gehen wir schnell Hände waschen und dann wieder ab ins Bett, ja?“, „Nein, nicht Bett! Nicht mehr müde!“ stellt er gleich klar, er will nicht nochmal ins Bett, er kann doch heute Nacht lange genug in den Federn liegen, wieso muss er nachmittags denn auch schlafen? Seine Eltern machen das doch auch nicht! „Doch, keine Widerrede, es wird nochmal ins Bettchen gegangen, du musst auch nicht schlafen, nur ein bisschen ausruhen, ok?“, na gut, er kann sich seiner Mama sowieso nicht widersetzen, also nimmt er den Vorschlag an, „K, nicht schlafen, nur ausruhen!“ wiederholt er zufrieden und trabt ab in sein Zimmer. Nachdem Han ihn wieder ins Bett gelegt hat und er sich nochmal rum gedreht hat, geht sie ins Wohnzimmer zurück und nimmt sich gleich die frisch gewaschenen Kindersachen mit, um sie zusammenzulegen. Sie setzt sich wieder zu Paul auf die Couch und fängt an, die kleinen Hosen und Pullover zu ordnen. „Kann ich dir helfen?“ fragt Paul und rückt zu ihr rüber, „Nicht wirklich, es sei denn, du sortierst mal die kleinen Söckchen zusammen, weil die fliegen immer einzeln in der Wäsche herum!“, sie reicht ihm den Wäschekorb und so sucht er sich die winzigen bunten Strümpfchen der Kids heraus und legt diese. „Sag mal, brauchen die Kleinen eigentlich wieder Klamotten zu Weihnachten, oder kriegen die das diesmal von den Anderen?“ fragt Paul jetzt, in knapp 3 Wochen ist Weihnachten und er weiß echt nicht, was er den Kids da schenken soll, sie haben ja schon alles! „Also ich hab allen gesagt, dass sie entweder bloß Sachen brauchen, oder vernünftige Spiele, weil an Spielzeug haben sie wirklich mehr als genug, das ist eh bloß die ersten paar Tage interessant und dann liegt es sowieso nur rum, also brauchen sie da auch keins mehr!“, „Ok, also nur Klamotten, ja?“, „Ja, wenn du uns und den Kids was Gutes tun willst, dann nur sowas!“, „Ok, geht klar! Und was willst du vom Weihnachtsmann haben?“, „Oh Gott, also ich brauche nun wirklich absolut nichts! Ich hab von allem genug: ich hab genug Arbeit hier zu Hause, ich hab genug Kinder, ich hab genug Klamotten und Spielzeug brauche ich auch keins!“, „Wieso nicht? Es gibt doch auch Spielzeug für Erwachsene...“ grinst Paul, aber Hannah sieht ihn nur kurz schmunzelnd an: „Ja ja, das musste ja jetzt kommen, das war so klar...“, „Nee, mal im Ernst, was will st du haben?“, „Mh...wie wärs wieder mit einem Gutschein für einen kinderfreien Tag? Das war letztes Jahr doch eine süße Idee!“, „Das ist doch nicht dein Ernst, oder? Komm schon, das war bloß ein Gag! Obwohl...den freien Tag hast du ja trotzdem gekriegt, wenn auch nicht ganz an Weihnachten, aber immerhin...“, Paul hatte mit Georgie zusammen ein Blatt Papier bemalt und „Gutschein für Mama – für einen erholsamen Tag von uns“ drauf geschrieben und ihn ihr an ein Weihnachtsgeschenk gemacht – das wurde allerdings erst in ihren Flitterwochen im Juli eingelöst und dann gleich 14 Tage lang! „Aber diesmal bastelst du den mit allen 3 Kindern und dann kriege ich für jedes Kind 2 Wochen frei, ok?“ lacht Hannah, soviel Urlaub kann Paul sich gar nicht nehmen, wie sie bräuchte! „Naja, mal gucken, ich lass mir was einfallen, versprochen! Hier, deine Socken!“, er ist jetzt fertig mit Strümpfe legen und überreicht sie ihr, dann küsst er sie nochmal und dann steht er auf um den Stapel Kindersachen, den ihm Hannah gleich in den Hand gedrückt hat, in die Zimmer die Kids zu schaffen. „Du kannst dann auch versuchen die Kleinen wach zu kriegen, sie haben lange genug geschlafen!“ ruft sie ihm noch hinterher, aber er ist schon in Georgies Zimmer verschwunden und packt leise die Sachen in seinen Kleiderschrank, was ihm aber etwas schwer fällt, da es im Zimmer ja dunkel ist und er so nicht wirklich etwas sieht! Ungefähr eine Viertelstunde später sind die Kinds dann wieder alle (mehr oder weniger) wach und ziehen sich an, Georgie kämpft mit der Strumpfhose und die Mädchen mit ihren Pullovern. „Mami helfen!“ ruft Julie verzweifelt, sie hat dieses Ding, was sie eigentlich als Oberteil anziehen soll, nun schon mindestens 20x um ihren Hals gedreht, wieder ausgezogen, nochmal angezogen, dann wieder ausgezogen und jetzt hat sie keine Lust mehr, Mama muss helfen! „Na dann komm her, los, Arme hoch!“, sie streckt die Arme nach oben und so zieht Han ihr den Pullover endlich richtig rum über den Kopf und steckt ihr die Arme in die Ärmel, „Mami ich auch!“ beschwert sich Josie aber sofort wieder, sie will auch angezogen werden, „Ja, komm her, du auch Arme hoch!“, auch ihr zeiht Hannah den Pullover über, dann steckt sie die 2 noch in ihre Strumpfhosen und schließlich kämmt sie ihnen noch ihre kurzen blonden, zerzausten Haare und schon können sie wieder wie wild rum flitzen. Auch Georgie hat sich inzwischen angezogen und präsentiert sich jetzt auch stolz seinen Eltern...er hat nur seinen Pullover falsch herum! „Georgie komm mal her, guck mal, was du mit deinem Pullover gemacht hast!“ lacht Paul und hilft ihm, ihn richtig herum anzuziehen, „Daddy pielen?“ fragt Josie und sieht ihren Papa ganz lieb an, „Gleich Süße, ja? Daddy kommt sofort, geh und such schonmal was aus, was wir spielen, ok?“, also dreht sie wieder um, nickt ihm strahlend zu und wühlt ihr Zimmer nach ihrer Puppe durch, aber als ihr Papi nicht kommt, geht sie wieder raus und holt ihn: „Daddy, komm pielen!“ ruft sie beleidigt, „Ja Josie Maus, Daddy kommt ja schon! Aber du hast auch noch eine Schwester und einen Bruder, die auch mal zu Daddy wollen!“, also steht Paul auf und folgt seiner drängelnden Tochter ins Kinderzimmer, wo sie schon alles, was sie zum Spielen braucht, auf dem Boden verteilt hat. Inzwischen nerven Georgie und Julie ihre Mama, indem sie ihr in der Küche laufend um die Beine rennen und sie so ständig beinahe drüber fliegt! „He ihr 2, könnt ihr nicht ins Kinderzimmer gehen? Oder wenigstens ins Wohnzimmer? Mami fällt noch über euch, dann tut ihr euch noch weh!“ warnt Hannah die 2, aber Julie sieht sie nur fragend an: „Mami auch aua?“ fragt sie neugierig, „Ja, Mami macht dann auch aua, wenn sie hinfällt, also los, raus jetzt hier! Oder hier habt ihr eure Teller, ihr könnt sie schonmal auf den Tisch stellen, es gibt gleich Kaffeetrinken, in Ordnung?“, Georgie greift sich stolz die 3 Plastikteller und marschiert zum Tisch, um ihn zu decken, aber weil Julie auch mitmachen will, kommt es schon wieder zum Streit...“Meine!“ schreit er und entreißt ihr die Teller, „Nein, meine!“ brüllt Julie zurück, „Hört auf ihr 2!“ ruft Hannah, aber die beiden ignorieren sie und so will sich Julie die Teller wieder angeln, aber als sie sie gerade gegriffen hat, zieht Georgie sie schnell wieder weg und so fällt Julie nach vorne und knallt mit dem Kopf an die Tischkante! „Auaaaa, Mamiiiiiiiiii!“ kreischt sie und schon schießen ihr die Tränen in die Augen, „Was hab ich gesagt? Das musste ja passieren...Komm mal her, oh Gott, das wird eine richtig dicke Beule! Komm mit, das müssen wir kühlen!“, Hannah nimmt Julie, die immernoch brüllt und der immernoch dicke fette Tränen die Wange runter kullern, mit ins Bad und drückt ihr einen kalten Waschlappen auf die Stirn. „Was ist denn jetzt schon wieder passiert?“ fragt Paul gleich, er und Josie haben das Geschrei gehört und sind gleich aus dem Zimmer gerannt gekommen, „Ach was soll schon passiert sein? Georgie und Julie haben sich mal wieder gestritten und schon weint wieder jemand! Ist doch nichts Neues, das passiert doch täglich mehrmals!“ erzählt Hannah ihm und kühlt dabei Julies Kopf, der eine große blaue Beule hat! Paul ist inzwischen schon zu Georgie in die Küche gegangen und stellt ihn zur Rede, dass er nicht immer so grob mit seinen Schwesterchen umgehen soll, 1. sind sie viel jünger als er und können sich noch nicht so gut verteidigen, sie haben immerhin gerade erst das Laufen gelernt und 2. sind es Mädchen, die zicken nun mal immer rum, das sollte er nicht so ernst nehmen. Als dann Julie wieder aufgehört hat zu weinen, sitzen alle am Tisch und essen was, die Kinder kriegen Obst und Kekse und Paul und Han essen jeder ein Stück Kuchen, dass Tina ihnen mitgebracht hatte. Am Nachmittag ist dann Familie Cattermole auf dem Spielplatz: Julie rutscht, Josie schaukelt und Georgie buddelt mit 2 anderen Jungs im Sand. Da dort nur eine Schaukel ist und diese von Josie besetzt ist, stellt sich ein kleines Mädchen neben das Gerüst und wartet, dass sie an der Reihe ist. „So Josie, jetzt komm mal wieder raus, da möchte noch jemand schaukeln!“ sagt Hannah und hebt ihre Tochter aus dem Gitter, aber schon macht die Kleine Theater: „Neeeeeeiiiiiiin, aukeln!“ schreit sie gleich und strampelt mit den Füßen, „Nein, du durftest lange genug, jetzt ist mal jemand Anderes dran! Komm, du darfst nachher nochmal!“, „Nein, aukeln!“, Josie tritt weiter kräftig um sich und kreischt rum, aber Hannah schafft es dann doch noch, sie aus der Schaukel zu heben, „So, du kannst dann weiter schaukeln, ok? Aber hier gibt es auch noch andere Kinder und die wollen auch mal, also lässt du das Mädchen jetzt auch mal drauf!“, Han hilft dem Mädchen, dass ganz neugierig guckt, weil Josie wegen ihr schreit, in die Schaukel und schiebt sie 2x kurz ab, dann nimmt sie Josie mit rüber zur Rutsche und setzt sie darauf. „Hat sie schon wieder rum gebockt?“ erkundigt sich Paul, als er Julie an der Hand festhält, während sie über eine wackelige Hängebrücke läuft, „Ja, sie wollte einfach nicht aus der Schaukel raus, obwohl sie ganz genau gesehen hat, dass da noch ein anderes Mädchen war, dass auch gerne mal schaukeln wollte!“ erzählt Hannah ihm, „Vielleicht sollten wir ihnen dann statt Sachen lieber eine Schaukel zu Weihnachten schenken, dann haben sie keinen Grund mehr rum zu streiten, was meinst du?“ überlegt er, „Sags nicht so laut, sonst setzt du denen noch einen Floh ins Ohr! Die geben sonst bis Weihnachten keine Ruhe mehr...“, „Ok, aber das wäre doch mal eine Idee, wir haben doch jetzt genug Platz zu Hause, da kann Georgie auch noch einen Sandkasten kriegen und zum Geburtstag bekommt er dann noch einen Swimmingpool! Einen der nur 20 Zentimeter oder so hoch ist, damit sie auch mal alleine rein können und die Mädchen kriegen zum Geburtstag zu ihrer Schaukel noch ein passendes Klettergerüst, dann haben sie ihren eigenen Spielplatz!“, Paul scheint sich ja schon richtig Gedanken zu machen, was er mit dem Platz im Garten noch alles anstellen will... „Meine Güte, da hast du aber Pläne! Wolltest du deshalb, dass wir zum Haus gleich noch so viel Grundstück dazu bekommen?“, „Na klar, kleine Kinder brauchen nun mal Platz zum Spielen und am Besten, sie kriegen draußen noch ein kleines Holzhäuschen, in dem sie sitzen können, wenn es mal nicht so super sonnig ist!“ plant Paul gleich weiter, „Dafür sind sie doch noch viel zu klein! Die Schaukel und der Sandkasten sind ja ok, aber mit dem Rest warten wir lieber noch ein bisschen, einverstanden? Solange sie noch so klein sind, sind das doch bloß noch mehr Gefahrenstellen, an denen sie sich verletzten können... Ich kann sie ja immerhin nicht rund um die Uhr beaufsichtigen, ich hätte dann keine Ruhe, wenn die alleine draußen sind!“, „Na gut, dann gibt’s also noch kein Haus, keinen Swimmingpool und kein eigenes Klettergerüst...und wie siehts mit einer Rutsche aus?“, „Von mir aus, dann schenk ihnen halt eine Rutsche, wenn du dann glücklich bist!“, wer will hier eigentlich eine Rutsche, Paul oder die Kinder? „Mami, Daddy! Hab Burg gebaut!“ ruft Georgie plötzlich vom Sandkasten aus und zeigt stolz auf sein Bauwerk, „Wow, die ist ja toll! Hast du die alleine gemacht oder haben die 2 Jungs dir geholfen?“ fragt Paul und bestaunt die Arbeit seines Sohnes, „Nein, alleine gebaut!“ strahlt er zufrieden und klopft sich die Hände ab, „Super! Aber es ist jetzt schon spät, wir gehen lieber langsam mal nach Hause! Es wird bald dunkel.“ meint Hannah und geht zurück, um die Zwillinge zu holen, aber da Josie ja nochmal schaukeln wollte, gibt es natürlich erstmal einen Kampf und so müssen sie warten, bis die Schaukel nochmal frei wird und Paul ist immer mehr davon überzeugt, dass es wirklich das Beste ist, wenn die Kids selber eine Schaukel kriegen! Am Abend gegen 7 Uhr liegen die Kinder dann endlich im Bett und schlafen und Han und Paul planen ihre freie Zeit, sie sehen sich zwar fast immer, aber so richtig Zeit füreinander haben sie schon seit Georgies Geburt vor über 2 ½ Jahren nicht mehr. „So, was willst du jetzt machen?“ fragt Paul und räumt dabei noch den Tisch ab, „Keine Ahnung, was willst du machen?“, „Wenn die Kleinen nicht da wären würde ich ja sagen wir könnten ja mal wieder ausgehen, aber wir können sie ja nicht alleine lassen!“, „Gute Idee, aber ich glaube, das hätten wir uns eher überlegen müssen, jetzt ist es schon zu spät! Aber das können wir ja morgen machen, dann geben wir die Kids zu deiner Mutter oder meinen Eltern und dann können wir weggehen, was hälst du davon?“, „Finde ich gut! Ich ruf mal schnell meine Mum an und frage, ob sie morgen Abend mal auf sie aufpassen würde, ok?“, er stürmt aus der Küche und hängt sich ans Telefon, während Hannah jetzt noch den Geschirrspüler anmacht. Nach ca. 5 Minuten kommt Paul dann zu ihr ins Wohnzimmer und setzt sich zu ihr auf die Couch, „Und? Ist sie einverstanden?“, „Ja, ich soll sie alle 3 morgen Nachmittag bei ihr vorbei bringen und sie behält sie dann bis übermorgen Nachmittag, ist das ok?“, „Klar, also haben wir morgen mal unseren freien Abend, ja?“, „Ja, ich muss zwar morgen bis gegen 5 arbeiten, aber danach bin ich nur für dich ganz alleine da, versprochen!“, Paul küsst sie und überlegt dann kurz, „Was ist? Woran denkst du?“, „Wie wärs, wenn ihr morgen alle 4 mit zur Band kommt? Wir haben eh bloß 2 Gigs, ein Interview und ein Fotoshooting in London, dann könntest du mal wieder ein bisschen S Club – Feeling bekommen und wir hätten Unterstützung mit dem Aufpassen!?“, „Klingt gut, wann musst du denn morgen wo sein?“, „Ich kann ausschlafen, dann könnten wir in aller Ruhe frühstücken und fahren dann zu Simons Büro, dort haben wir erst noch eine Bandbesprechung bezüglich der Tour, aber erst gegen 13 Uhr!“, „Cool, dann könnten wir die Kids morgen gleich nach der Arbeit bei deiner Mum abgeben und dann hätten wir Feierabend!“, „Genau, nur du und ich, ohne Kinder!“, „Das ist gut...ich geh dann mal rüber und pack für sie ein paar Klamotten zusammen, damit wir das morgen Früh nicht machen müssen, ok?“, „Geht klar!“, Hannah küsst Paul nochmal und geht dann erst in Julies und Josies Zimmer und dann in Georgies, um ein paar Sachen einzupacken. Es ist noch nicht mal 8 Uhr als Julie, wie jeden Morgen, als Erste aus ihrem Bettchen gekrochen kommt und sich leise ins Schlafzimmer ihrer Eltern schleicht, um sie dann mit einem lauten Schrei zu wecken. Ganz vorsichtig drückt sie die Tür auf, sie kommt zwar noch nicht an die Klinke ran, aber da die Tür immer offen steht, damit Mama und Papa ja nachts hören, wenn die Kids doch mal schreien sollten, kommt sie ja einfach rein. Ganz vorsichtig läuft sie zu Pauls Seite des Bettes und krabbelt darauf, sie setzt sich neben ihn und ruft plötzlich ganz laut: „Auftehen!“! Paul und auch Hannah sind natürlich mit einem Mal hellwach und sehen sie ganz erschrocken an, „Morgen Julie Süße! Mann, hast du uns erschreckt!“ lacht Paul und schon krabbelt sie strahlend unter seine Decke, „Morgen Daddy, Morgen Mami!“, „Guten Morgen Mäuschen! Gut geschlafen?“, auch Hannah kriecht jetzt unter Pauls Decke, „Ja, gut gelaft!“ antwortet sie und kuschelt sich an ihre Mama. „Mami, Daddy, auch in großes Bett!“ kommt es plötzlich aus Richtung Tür, wo Georgie noch ganz verschlafen mit seinem Teddy in der Hand steht und sich ein Auge reibt. „Morgen Georgie Schatz! Na dann komm auch mit her!“, das muss sein Papa ihm nicht 2x sagen, schon stürmt er los und kuschelt sich auch mit ins Bett. Nach einer Weile kommt dann auch noch Josie dazu und bringt wieder das halbe Kinderzimmer mit: 2 Bären, eine kleine Puppe und ihr Plüschlamm, von welchem sie sich seit ihrer Geburt nicht trennen kann. Kurze Zeit später sind Han und Paul dann aufgestanden und Georgie ist auch brav seinen Eltern hinterher gegangen, nur die Mädchen sitzen noch auf dem Bett und so kommt es natürlich erstmal zum Streit zwischen den Zwillingen – Julie will unbedingt einen von Josies Teddys, aber den gibt sie selbstverständlich nicht her! „Meine!“ ruft Julie und zieht an einem Arm des Bären, „Nein, meine!“, „Meine!“, „Meineee, Daddyyy...“, schon fängt Josie an zu weinen und lässt den Teddy los – also kippt Julie nach hinten um...und kullert vom Bett! Jetzt flitzen beide schreiend aus dem Zimmer und Josie fällt sofort ihrem Dad um den Hals, sie ist voll das Papakind und Julie hängt sich sofort an Hannahs Bein (sie und Georgie sind eher die Mamakinder) und reibt sich unter Tränen ihren Kopf. „Oh nein, hast du dich etwa schon wieder gestoßen?“ fragt sie und hebt die Kleine hoch, „Ja, Osie böse!“, „Nein, Ulie böse!“ verteidigt sich Josie, „He, ist gut jetzt ihr 2! Wieso müsst ihr euch eigentlich immer gegenseitig das Spielzeug wegnehmen? Du hast doch den gleichen Teddy, Julie!“ tadelt Hannah ihre 2 Mädchen und schon sieht Julie sie ganz unschuldig an und setzt eine ganz beleidigte Miene auf. „Jetzt weine nicht, entschuldige dich bei deiner Schwester und dann ist wieder gut, ja?“, „Tsul`gung!“ flüstert sie leise und sieht zu Boden, dann ist auch schon wieder Frieden und Hannah schafft die Zwillinge ins Bad, um ihnen ihre Windeln zu wechseln und während Paul schonmal Frühstück macht, rutscht Georgie auf seinem Töpfchen kreuz und quer durchs Haus. Nach dem Frühstück macht Paul Georgie fertig und Hannah zieht die Mädchen an und alle vertreiben sie sich noch ein bisschen die Zeit, bis sie nach dem Mittagessen kurz nach 12 Uhr dann zu Simons Büro aufbrechen. Mit 3 Kindern, die ja auch noch ein wenig Gepäck haben, ist das natürlich wie in Urlaub fahren, alle drängeln und kreischen im Auto rum. „Mami, wann sind wir da?“ fragt Georgie nun schon zum 4. Mal, aber er glaubt schon lange nicht mehr an das „Gleich!“, was sein Papa ihm dann immer antwortet. „Mami! Julie abgeschnallt!“ ruft er plötzlich alarmierend, weil seine kleinste Schwester aus ihrem Sitz rutscht, „Julie! Setz dich wieder hin! Wenn Daddy bremsen muss, fliegst du hier vorne durch die Scheibe!“ ermahnt Hannah sie und schon kriecht sie wieder auf ihren Sitz und Han kann sie wieder anschnallen. „Daddy? Wann da?“ fragt Julie jetzt nach ein paar Minuten, um mal zu begründen, warum sie aus ihrem Sitz geflohen ist, „Gleich Julie! Da sieh mal, da drüben ist schon der Parkplatz!“ antwortet Paul ihr und als sie und Georgie aus dem Fenster sehen, geben sie mit einem zufriedenem Lächeln dann auch endlich Ruhe. „So, alle Mann aussteigen!“ sagt Han und schnallt die Kids nacheinander ab und schon stürmen sie aus dem Auto zu ihrem Papa, nur Josie, die ganz links neben ihren Geschwistern platziert ist, hängt schräg im Sitz und schläft. „Josie Maus, aufwachen! Komm, wir sind da!“ flüstert Hannah und hebt sie vorsichtig aus dem Auto, "Jetzt bei Band?“ fragt sie und sieht sich ganz verschlafen um, „Ja, los ab, Daddy hat noch ein Meeting.“, Han stellt sie auf dem Boden ab und schon dibbelt sie mit kleinen, langsamen Schritten los in Richtung Bürogebäude. Jo, Rachel, Jon und sogar Bradley sitzen in der Zwischenzeit schon im Büro und diskutieren mit Simon über die Tourdaten. „Was??? 6 Wochen diesmal? Wo touren wir denn, sag mal, spielen wir denn in jedem kleinen Kaff oder wie?“ fragt Brad und sieht sich ungläubig den Plan an, „Nein, aber ihr tourt durch ganz Europa, also England sowieso und dann noch Irland, Frankreich, Niederlande, Belgien, Luxemburg, Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Problem?“, „Dafür sind 6 Wochen meiner Meinung nach aber dann zu wenig, oder sind wir bloß in den aller größten Städten?“ erkundigt sich jetzt Rachel und kratzt sich nachdenklich am Kopf, „Ja, nur in London, Manchester, Glasgow, Dublin, Paris, Marseille, Brüssel, Amsterdam, Luxenburg, Frankfurt, Berlin, Wien, Innsbruck und Zürich. Das heißt ihr habt nur alle 3 Tage ein Konzert, das müsste doch zu schaffen sein, oder?“, Simon sieht in die nicht gerade beigeisterten Gesichter der Band, als es plötzlich klopft. Paul steckt seinen Kopf in die Tür und kommt rein: „Hallihallo Leute, sorry, dass ich so spät bin, aber hier hat jemand auf der Treppe so gebummelt...“, schon traben seine Kinder, der Größe nach geordnet, hinter ihm, gefolgt von Hannah ins Zimmer und lächeln alle mit ihren großen Augen an. „Aww, hallo Familie Cattermole! Na? Wollt ihr Daddy heute mal beim Arbeiten zugucken? Oder konntet ihr ihn zu Hause nicht entbehren?“ begrüßt Jo sie und nach einer Weile sitzen dann Han und Paul auch schon ganz ruhig auf ihren Plätzen und die Kids spielen auf dem Fußboden mit ihren Spielzeugen. „Also wo waren wir stehen geblieben? Ach ja, also die Tour wird doch erst im Mai anfangen, d.h. ab Februar gehen die Proben los und bis dahin werdet ihr ab nächste Woche eure neue Staffel drehen! Euch zu fragen ob das ok ist brauche ich nicht, ihr könntet sowieso nicht nein sagen! Also fangt schonmal an eure Sachen zu packen, denn da ihr ja dann ab nächste Woche nicht mehr hier seid, wird es in den nächsten Tagen sehr stressig!“ erklärt Simon weiter, aber Paul sieht ihn nur missverständlich an. „Simon warte mal, sagtest du nicht, dass wir erst nach Barcelona fliegen, wenn Tina wieder da ist?“, „Ja, eigentlich schon, aber das schaffen wir vom Zeitplan her nicht, also müsst ihr eher fliegen und Tina wird dann hinterher fliegen, oder siehst du da ein Problem?“, „Ja, weil Tina noch bis Anfang Januar im Mutterschutz ist und nicht eher kommen wird! Außerdem hast du uns allen hoch und heilig versprochen, dass wir Weihnachten zu Hause sind! Und im Gegensatz zu dir hab ich z.B. kleine Kinder, die sehr gerne mit beiden Eltern feiern wollen!“, Paul will nicht Weihnachten über in Barcelona sitzen und die bereits 8. Staffel ihrer Serie drehen, er will Weihnachten daheim mit seiner Familie verbringen und das lässt er sich auch von niemandem streitig machen! „Paul glaub mir, ich kann das wirklich gut verstehen, dass du lieber hier bleiben willst, aber es ist nun mal dein Job und den hast du auch zuverlässig zu machen! Also Ende der Diskussion jetzt, ihr fliegt nächste Woche nach Barcelona und damit basta!“, mit diesen Worten schließt Simon die Besprechung und schickt die Band mit ihren heutigen Besuchern zu ihren Terminen. „Das ist doch echt nicht fair! Ihr habt doch alle Leute zu Hause, die euch an Weihnachten bei sich haben wollen! Das kann er doch nicht machen!“ regt Paul sich auf, sobald sie das Büro verlassen haben und (außer Rachel) im Fahrstuhl nach unten fahren, „Tina hats gut, sie kann da noch zu Hause bleiben und wir? Wir müssen schuften!“ stimmt Bradley ihm zu, „Mami? Jetzt kein Weihnachtsmann?“ fragt Georgie und sieht seine Mama enttäuscht an, „Doch, na klar, aber Daddy ist dann gar nicht da, wenn der Weihnachtsmann kommt!“ erklärt sie ihm und schon gucken er und die Mädchen gleich noch trauriger. „Da seht ihr, was ich meine! Das hab ich gewusst! Wir mussten letztes Jahr an Weihnachten schon arbeiten, dieses Jahr sind die Kids größer und verstehen den Trubel schon besser und ich bin nicht da! Toll, echt!“, Paul ist immernoch auf 180, aber der Kinder zuliebe flucht er nicht so arg, das müssen die Kleinen ja noch nicht unbedingt mitkriegen! „Na eben! Vor allem du solltest zu Hause sein, aber wer nur sein Geld kennt und keine eigene Familie hat, kann das natürlich nicht nachvollziehen! Ich werde auf keinen Fall dahin fliegen, zumindest nicht über Weihnachten! Definitiv nicht!“ stellt Jo gleich mal klar und wenn sie die Einzige ist, die dann zurück fliegt, sie verbringt die Feiertage mit ihren Lieben und nicht in einem einsamen, un-weihnachtlich-geschmückten Hotelzimmer! „Und wenn wir einfach mitkommen? Dann musst du nicht zurück fliegen und wir sind trotzdem zusammen!“ schlägt Hannah Paul vor, aber das will er auch nicht: „Nein, kommt gar nicht Frage! Wir sind Weihnachten zusammen und zwar nicht irgendwo, sondern zu Hause! Ich habe Georgie versprochen, dass ich mit ihm einen Baum holen gehe und dass er den schmücken darf und das halte ich auch! Da kann Simon machen was er will!“, damit ist die Diskussion beendet und sie können auch schon unten aus dem Fahrstuhl steigen, wo Rach schon auf sie wartet. Auf dem Weg zur Hello-Magazine-Redaktion, wo die Band gleich ihr Interview hat, fällt Paul auf, dass Jon den ganzen Tag schon so ruhig ist, also spricht er ihn in einer ruhigen Minute, wenn die Anderen alle mit den Kids abgelenkt sind, darauf an: „He, sag mal Jonniboy, was ist denn los mit dir heute?“, „Ach weißt du, es geht um dieses eine Girl von dem Meet&Greet letzten Monat, du weißt schon, dieses Security-Girl, mit dem ich geflirtet habe!“, Paul erinnert sich, vor ca. 3 Wochen hatten sie eine Autogrammstunde, wo Jon mit einer weiblichen Secruity-Person geflirtet hat, er ist ja mit seiner Freundin schon lange nicht mehr zusammen, also darf er das ja. „Aha und was ist mit ihr? Ihr hattet doch noch Kontakt per Handy, war das nicht so?“, „Ja, wir hatten sogar mehr als nur Kontakt übers Handy, wenn du verstehst, was ich meine!“, „Ah ja, und wo liegt da nun das Problem? Das ist doch eigentlich eine gute Nachricht!“, Paul versteht Jon nicht so ganz, er weiß ja nicht, dass das bloß eine einmalige Sache zwischen Jon und Trisha, so heißt sie, war. „Ja, bis dahin schon, aber es gibt da noch eine andere Seite!“, „Und die wäre?“, „Wir sind ja nicht fest zusammen oder so, wir sind halt in der 1. Nacht in der Kiste gelandet und dann haben wir halt Kontakt gehalten, aber mit Liebe und so ist da nix!“, „Von ihr aus nur, oder was?“, „Nein, auch nicht von mir aus, aber es wird ja noch schlimmer! Sie hat also wie gesagt, nicht nur mich gehabt, also du weiß schon...., sondern auch einen anderen Kerl! Zumindest hat sie mir nur von einem erzählt!“, „Aha, also hättest du auch keine Chance bei ihr, verstehe ich das richtig?“, Paul versteht immernoch nicht, was Jon eigentlich meint, er soll sich endlich mal klar ausdrücken! „Nein, darum geht es gar nicht! Das Problem ist; sie ist schwanger, sie weiß aber nicht von wem!“, diesen Satz sagt Jon jetzt ganz schnell, damit er es hinter sich bringt, aber Paul sieht ihn nur überrascht an und nicht wie erwartet schockiert! „Wow, das ist natürlich schon ein starkes Stück! Was denkst sie denn, oder was hofft sie denn, wer der Vater ist?“, „Keine Ahnung, ich weiß ja noch nicht mal, ob sie das Kind auch behalten will!“, „Würdest du es denn wollen?“, „Das weiß ich eben nicht! Wenn sie meine Freundin wäre, dann vielleicht schon, aber so? Ich weiß ja wie gesagt noch nicht mal, ob ich der Vater bin!“, „Oh Mann, da hast du dir ja was eingebrockt, Junge! Also ich kann dir da zwar ehrlich gesagt nicht wirklich weiterhelfen, weil ich in einer anderen Situation Kinder gekriegt hab, aber ich würde dir raten, rede mit ihr! Dann weißt du, wie sie darüber denkt und dann kannst du dich immernoch entscheiden, ob du dich, wenn du wirklich der Vater wärst, mit einbringen willst, oder ob du es lässt!“, „Naja, trotzdem danke erstmal, ich rede heute Abend mit ihr, ok?“, „Ja, aber je früher, desto besser, glaub mir!“, also schließen sie ihr Gespräch und Paul beschäftigt sich wieder mit seiner Tochter Josie, die ihm schon wieder am Hosenbein klebt und ihn nicht mehr los lässt. Den Rest des Tages ist Jon dann etwas aufgeweckter, lacht zwischendurch mal und albert auch mit den Zwillingen bzw. mit Georgie rum, so vergeht die Zeit ganz schnell und schon haben alle Feierabend und können nach Hause gehen. Also sitzen die Kinder wieder fein angeschnallt hinten im Auto und beschäftigen sich selbstständig und ihre Eltern freuen sich schon auf ihren freien, gemeinsamen Abend. „Daddy, wann da?“ quengelt Georgie alle 2 Minuten, so jetzt auch wieder, „Ein paar Minuten noch, ja?“ antwortet Hannah ihm und so ist er erstmal ruhig gestellt, als schon das nächste Problem bevorsteht: „Mami, Daddy, mam-mam!“ ruft Josie, sie hat Hunger und will jetzt endlich was haben! „Wir sind doch gleich da, bei Omi kriegst du was, ja? Wir haben hier jetzt nichts! Halt noch 5 Minuten aus, ok?“, „Nein Daddy, essen!“ nörgelt sie weiter, sie will nicht nachher was, sondern jetzt! „Gleich, denk an was Anderes, dann hast du nicht mehr soviel Hunger!“, „Nein Daddy, mam-mam!“, Josie weint jetzt fast, sie hat doch so großen Hunger, wieso versteht das denn keiner? „Mami? Wann da?“ fragt Georgie jetzt wieder, ihm geht des Generve seiner Schwester langsam auf den Wecker, „Gleich, jetzt gebt doch mal Ruhe, wir sind sofort da!“, toll, seine Mama hat ihm vor einer halben Stunde schon gesagt, dass sie gleich da sind, langsam glaubt er ihr echt nicht mehr, er sucht sich jetzt eine Beschäftigung...wie wärs mit Julie ärgern? Er greift nach ihrem Schnuller und zieht ihn ihr mit einem Ruck aus dem Mund, „Ääähh Mamiiiiiii...“ schreit sie gleich los, „Georgie, gib ihr das wieder! Wieso musst du sie denn immer ärgern?“ ermahnt Hannah ihn, aber er denkt gar nicht dran, er versteckt ihn lieber unter seinem Sitz, da kommt seine nervige Schwester wenigstens nicht dran, da kann sie sich noch so anstrengen! „Mamiii, Gordi böse!“ petzt Josie, die die ganze Szene mit angesehen hat und ihre Schwester natürlich verteidigen möchte, „Georgie! Du sollst deiner Schwester das wiedergeben, komm, sei lieb!“, auch Paul reicht es jetzt, so kann doch kein normaler Mensch konzentriert Autofahren! Doch gerade in dem Moment, wo er ihr den Schnuller doch wiedergeben möchte, schlägt sie ihm mit ihren kurzen Armen auf den Kopf und schon haut er zurück und das tut seiner kleinen Schwester natürlich weh...“Auaaaa, Mamiiii...“, jetzt kreischt sie noch lauter, also muss Paul jetzt anhalten. Hannah steigt aus und geht zu den Kleinen hinter, „So, jetzt ist Schluss hier hinten! Georgie, du gibst mir jetzt Julies Nucki und du entschuldigst dich bei deinem Bruder!“ sagt sie streng und schon sind die 2 Teufel wieder die liebsten Engelchen, die man sich als Kinder nur wünschen kann. „Geht doch! Und wenn es jetzt nochmal Ärger gibt, dann steigt ihr aus und lauft zur Omi, verstanden?“, Georgie nickt ganz brav und sieht verschämt nach unten, der weint fast, weil er ausgeschimpft wurde, es ist zwar selten, dass er Ärger kriegt, aber wenn, dann richtig! So können sie weiter fahren und alle geben Ruhe, nicht mal Josie traut sich nochmal zu erwähnen, dass sie Hunger hat, also sieht sie ungeduldig aus dem Fenster, wann sie endlich bei Oma sind. Am frühen Abend haben Paul und Han dann ihre Rasselbande erfolgreich bei seiner Mutter abgesetzt und sitzen jetzt gemütlich in einem eleganten Restaurant. Sie warten hungrig auf ihr Essen und unterhalten sich, um die Wartezeit zu verkürzen, „Sag mal, weißt du, was heute mit Jon los war? Er war irgendwie so ruhig, am Anfang zumindest!“ bemerkt Hannah und da Paul Jons bester Freund ist, sollte er eigentlich wissen, was mit ihm nicht stimmte. „Naja, ich weiß nicht, ob ich es dir erzählen darf, aber ich denke schon, früher oder später würdest du es sowieso erfahren. Also: ich hab dir doch erzählt, dass er letzten Monat bei dem Meet&Greet so ein Mädchen kennen gelernt hat und dass er mit ihr noch Kontakt hat.“ fängt er an, „Ja und was ist mit ihr? Hat er jetzt Liebeskummer oder was?“, „Nein, aber die Beiden hatten einen One-Night-Stand und jetzt ist sie schwanger...“, „Was, ehrlich? Und er will das Kind nicht, oder wie?“ unterbricht sie ihn überrascht. „Das weniger, er weiß nicht, ob er überhaupt der Vater ist!“, „Wieso zweifelt er denn? Oder hätte er einen Grund dazu?“, „Wie schon gesagt, die Beiden hatten nur eine Nacht, sie sind also nicht fest zusammen! Jon meinte, dass Trisha es selbst nicht sicher weiß, weil es da noch einen anderen Kandidaten gibt! Das ist ja das Problem!“, „Oh, das ist natürlich dumm...aber er würde sich freuen, wenn es seins wäre, oder?“, „Irgendwann bestimmt, aber jetzt noch nicht! Er war total schockiert und fühlt sich noch gar nicht bereit fürs Vater werden, ich meine, ich kann das sogar verstehen! Stell dir mal vor du erfährst, dass sich dein Leben plötzlich von einen Tag auf den anderen so verändern wird! Ich meine, er ist single, er bräuchte sich über sowas normalerweise gar keine Gedanken machen, aber so...“, „Ich weiß, wie das ist! Wir sind auch aus heiterem Himmel völlig ungeplant Eltern geworden, mir musst du nicht erzählen, dass das eine imense Umstellung ist!“, Hannah weiß noch ganz genau, wie sie sich gefühlt hat, als ihr damals gesagt wurde, dass sie schwanger ist und trotzdem ist die Welt deswegen nicht untergegangen. Im Gegenteil – sie wollten dann noch mehr Kinder und jetzt haben sie eine richtig tolle Familie! „Ich weiß, ich weiß! Und ich bereue es bis heute nicht, dass wir uns damals für das Kind entschieden haben, auch wenn wir unseren Georgie jetzt manchmal am liebsten auf den Mond schießen würden, aber er ist doch einfach einmalig, genauso wie die Mädchen! Und auch wenn ich manchmal gerne alle 3 irgendwo anbinden würde, ich könnte mir ein Leben ohne unsere kleinen Nervensägen gar nicht mehr vorstellen und abgesehen davon will ich das auch gar nicht!“ lächelt Paul und küsst Hannah zärtlich auf den Mund. „Nein, ich auch nicht!“, sie erwidert seinen Kuss und so genießen die Beiden einen kurzen leidenschaftlichen Moment, bis dann endlich ihr Essen kommt: griechisches Gyros auf zwar nur einem, aber dafür riesig großem, randvoll gepackten Teller! „Mmh, das schmeckt wirklich gut, koste mal!“ lobt Paul die Mahlzeit und steckt Hannah eine beladene Gabel in den Mund, „Mmh, hast Recht, das ist ja wirklich lecker!“ stimmt sie ihm zu und leckt begeistert seine Gabel ab. „Sag ich ja, also, guten Appetit!“ wünscht er ihr und isst jetzt selber weiter, „Danke, dir auch! Kann ich den Salat hier haben?“, „Klar, Mund auf!“, schon füttert er sie wieder – diesmal mit einem Salatblatt. „Du kannst dafür den ganzen Nachtisch alleine essen, Oliven sind nicht so mein Ding!“, sie schiebt die kleine Schüssel zu ihm rüber und piekst eine Olive auf ihre Gabel, um sie ihm in den Mund zu stecken, „Mmh, ich weiß gar nicht, was du hast, die schmecken doch gut! Die sind mit Paprikafüllung, koste mal!“, „Nein, von Oliven wird mir schlecht und wenn dann auch noch ein Haufen andres Zeugs drin ist erst recht! Lass mal, iss die lieber alleine, mir reicht das hier!“, damit sie ja nichts von den Oliven essen muss, lenkt sie Pauls Gabel, die er gerade wieder in ihren Mund schieben wollte, gleich in seine Richtung zurück und schon hat er sie im Mund. So füttern sich die beiden noch ein bisschen weiter, bis der Teller und die Schüssel dann schließlich leer sind, „So, und was machen wir jetzt noch? Es ist erst kurz nach 10 Uhr, du willst doch nicht etwa schon heim gehen, oder?“, „Nein, aber ich hätte da noch eine Idee! Da drüben, wie wärs?“, Hannah weist ihn mit dem Kopf auf die andere Straßenseite: ein Kino. „Mh, klingt gut, ich schlage vor, wir sehen uns mal das Programm an und wenn das nichts für uns ist, dann machen wir was Anderes, ok?“, „Ok und was?“, „Das werden wir dann schon sehen, jetzt gehen wir erstmal da rüber und gucken, also los!“, die beiden ziehen sich an und verlassen das Restaurant, ohne darauf zu achten, was um sie herum passiert gehen sie Hand in Hand zum Kino hinüber und als sie sich schließlich auf einen Film geeinigt haben, setzten sie sich rein. „Hier ist es wenigstens schön warm, draußen ists ganz schön kalt, was? Ich hoffe nur, dass es bis Weihnachten nicht wärmer wird und wir wenigstens dieses Jahr mal Schnee haben, die Kids wollen doch unbedingt mit meinem Dad Schlitten fahren gehen!“ meint Hannah und setzt sich auf ihren Platz, „Ja, hoffe ich auch! Ich hab Georgie versprochen, dass wir einen Schneemann in den Garten bauen und du weißt doch, wie sehr er sich da schon drauf freut! Er rennt doch jeden Morgen als Erstes ans Fenster um dann wieder traurig festzustellen, dass es ja doch bloß regnet...“, „Ja, ich weiß, ich muss mir ja jeden Morgen sein Gejammer anhören und langsam glaubt er mir nicht mehr, dass es bald schneit!“, „Tja, unser Georgie lässt sich halt nichts erzählen, er ist halt wie seine Eltern!“, „Wie sein Dad! Er hat wirklich unglaublich viel von dir! Sogar dass er immer kleine Mädchen ärgern muss, dass kann nur von dir sein!“, „Ja, aber wie heißt es so schön? Was sich neckt, das liebt sich, also! Er wird schon irgendwann merken, dass Mädchen was richtig Tolles sind, wart mal ab, das wird schneller gehen, als du denkst!“, „Viel zu schnell fürchte ich. Ich will gar nicht dran denken wenn er dann erstmal in der Schule ist, dort werden die Mädchen nur auf ihn fliegen!“, „Ach komm, unsere Zwillinge werden auch an jedem Finder 3 Jungs haben, oder wer sie nicht bemerkt muss blind sein!“, „Ich vermisse die 3 irgendwie, obwohl sie gerade mal 3 Stunden weg sind...was denkst du? Träumen sie süß?“, „Klar doch, sie träumen von ihrer super Mama und vom Schneemann bauen und Schlitten fahren an Weihnachten...“, „Mit ihrem super Papa!“, „Ok, sie träumen von ihren super Eltern...“, die beiden küssen sich nochmal leidenschaftlich und dann gucken sie in aller Ruhe ihren Film. Um halb 1 kommen sie erst nach Hause, aber sie wollen noch nicht ins Bett gehen, immerhin müssen sie es auskosten, dass sie sturmfrei haben. „Oh Mann, ich bin zwar müde, aber ich könnte jetzt sowieso nicht schlafen, was schlägst du also vor?“ fragt Paul und lässt sich in der Küche auf einen Stuhl fallen, „Mmh, ich hätte da schon so eine Idee...“ grinst Hannah und küsst ihn lange und innig. „Klingt gut, wir müssen unsere kinderfreie Zeit ja schließlich ausnutzen!“, er zieht sie an sich ran und erwidert ihren Kuss, sie setzt sich auf seinen Schoß und die beiden knutschen eine Weile heiß und wild. Irgendwann fängt Hannah dann an, Pauls Hemd aufzuknöpfen, also hebt er sie vorsichtig auf den Küchentisch und zieht ihr vorsichtig den Pullover aus. Als sie sich dann letztendlich beide gegenseitig von ihren Klamotten befreit haben, vergnügen sie sich wild knutschend und ungestört auf dem Tisch... Am nächsten Morgen (oder besser Vormittag) gegen 11 Uhr wacht Paul auf, weil es an der Tür geklingelt hat, also springt er schnell aus dem Bett (in das die 2 dann doch noch irgendwann gefunden haben), krallt sich die erstbesten Boxershorts und geht aufmachen. „Hi Paul! Oh, hab ich euch geweckt?“ begrüßt Jon ihn, „Morgen Jon, ja, komm rein, aber leise, Han schläft noch!“ gähnt er und schließt die Tür hinter ihm. „War wohl eine lange Nacht gestern?“ fragt Jon und weist ihn auf einen Artikel in der Zeitung hin, die er gleich mitgebracht hat, „Ja, wurde ziemlich spät...oder früh, wie mans nimmt! Was ist das, was steht da?“, er faltet die Blätter auseinander und liest den Artikel: ein paar Fotografen haben ihn und Hannah gestern Abend beim Verlassen des Restaurants abgeknipst und sie dann natürlich noch heimlich, still und leise ins Kino verfolgt und dort ein bisschen belauscht! „Vor denen bist du echt nirgends sicher!“ meint Jon kopfschüttelnd, „Naja, solange sie uns nicht bis vor die Tür hinterher gerannt sind, ist es ok! Denn wenn sie auch hier waren, dann haben sie eine ganze Menge mitgekriegt...“, Paul sieht sich in der Küche um, die dummerweise im Erdgeschoss liegt und ihr Fenster bedrohlich nahe am Eingang hat. Auch Jons Blick wandert durch die Küche und meint er schmunzelnd: „Oh je, da musste wohl gestern die Spüle dran glauben oder wart ihr wenigstens auf dem Fußboden?“, „Nee, weder noch! Ich wusste echt nicht, dass unser Tisch so bequem ist...“, „Der Tisch??? Oh Mann, na bloß gut, musste ich das nicht sehen!“, „Ach komm, du kannst mir nicht erzählen, dass du es noch nie auf dem Küchentisch getrieben hast! Ich...“, „Morgen ihr 2!“ unterbricht ihn plötzlich eine gähnende Stimme von hinten und er und Jon drehen sich gleichzeitig zu ihr um. „He, Morgen Babe, na? Auch schon ausgeschlafen?“ begrüßt Paul Hannah gleich und geht auf sie zu, um ihr ein guten-Morgen-Kuss zu geben, „Ja, hi Jon! Paul hat mir gestern schon erzählt was los ist, das ist ja echt doof.“ begrüßt sie Jon und umarmt ihn. „Ja, naja, kann man nix machen, jetzt ist es eben so!“, „Ja, was denkst du denn? Ist es dein Baby? Oder fragen wir anders: was hoffst du denn?“ fragt Han weiter und setzt sich auf Pauls Schoß auf einen Küchenstuhl, „Eigentlich hoffe ich, dass es nicht meins ist. Aber Trisha hat mir gesagt, dass Jim es gar nicht haben wöllte, auch wenn es seins wäre! Also muss ich ja, wenigstens für das Kind hoffen, dass es von mir ist.“ berichtet er ihr betrübt. „Oh je, naja dann...du weißt ja, wir sind für dich da, falls du Hilfe brauchst. Du kannst immer zu uns kommen, das weißt du ja, Jon.“ versucht Paul ihn ein wenig aufzumuntern und Hannah fügt hinzu: „Ja genau! Und wenn es doch nicht deins sein sollte, dann weißt du wenigstens, wie du darüber denkst! Also hat die ganze Sache ja auch Vorteile.“, „Danke Leute, es ist echt gut, Freunde wie euch zu haben. Aber weil wir grad von Kindern reden, wo sind denn eure? Habt ihr die abgeschoben oder verkauft?“, Jon sieht sich suchend um, normalerweise kriechen die Kleinen doch immer bei ihren Eltern rum. „Ja, die haben wir meistbietend versteigert. Nee, Liz passt auf sie auf, aber ich hole sie heute Nachmittag wieder ab.“ antwortet Hannah ihm und steht jetzt auf, um sich umzuziehen, denn sie hat auch bloß ein langes T-Shirt von Paul an. „Ach so ist das, wenn die Kids mal aus dem Haus sind, haben die Eltern Zeit zum Spielen...aha!“ grinst Jon und sieht Paul schmunzelnd an, „Ja, genau so machen wir das. Das ist das Beste, das wirst du schon noch früh genug erfahren...“, „Na dann...so, dann lasse ich euch auch mal wieder alleine, ja? Ich wollte euch bloß den Artikel vorbei bringen und das habe ich ja nun gemacht. Also ciao, wir sehen uns ja dann gegen 4, richtig?“, „Ja, machs gut Jon, bis dann! Sag mal, du hast doch gestern Abend noch mit Trisha gesprochen, oder?“, „Ja, warum?“, „Was hat sie denn nun zu der Baby-Sache gesagt?“, „Naja, sie wird das Kind kriegen und sie würde sich freuen, wenn wir, also Jim und ich, sie ein bisschen unterstützen würden. Wir sollen uns aber zu nichts verpflichtet fühlen.“, „Aha. Du wirst also was machen?“, „Ich werde mich natürlich mit in die Schwangerschaft einbringen, was hast du denn gedacht?“, „Weiß nicht. Und was machst du, wenn es dann am Ende trotzdem nicht dein Baby ist?“, „Dann ist es eben nicht meins, aber dann muss ich mir wenigstens nicht vorwerfen, dass ich nicht hilfsbereit gewesen bin! Und so kann ich mich wenigstens auf meine Vaterrolle vorbereiten, auch wenn ich dann vielleicht doch erst später mal Vater werde. Was dagegen?“, „Nein, das ist ja deine Sache. Ich fänds nur schade, wenn du dir für diese Trisha den Arsch aufreißt und am Ende ist es nicht mal dein Kind!“, „Tja, das Risiko werde ich wohl eingehen müssen. Aber ich werde jetzt trotzdem gehen, also bis später!“, „Ja, ist ja deine Entscheidung. Du wirst schon das Richtige tun. Also tschüss!“, Paul schließt hinter Jon die Tür und geht zu Hannah ins Badezimmer, wo er gleich mit zu ihr unter die Dusche springt. Am Nachmittag ist dann die Band in Simons Büro und bespricht mit ihrem Manager nun nochmal die Pläne bezüglich der neuen Staffel. „Also, da ihr euch ja alle beschwert habt, weil ihr Weihnachten nicht zu Hause sein werdet, bin ich mit dem Team nochmal alles durchgegangen und so haben wir uns geeinigt, dass ihr die Feiertage heim dürft! Denn die Kameraleute wollen auch zu Hause feiern, also wärd ihr ja alleine dort.“ erzählt Simon ihnen, allerdings ohne große Begeisterung. „Wow, cool, danke Simon!“, „Ja, danke schön!“, „Juhu, dann können wir doch in der großen Family feiern!“ jubeln alle wie kleine Kinder, denn neben Paul war es vor allem Rach und Jo sehr wichtig, an Weihnachten zu Hause zu sein, da es das letzte Mal sein wird, dass sie keine Kinder haben, denn Rachel ist bereits im 5. Monat mit einem Mädchen schwanger und Jo bekommt in 5 Monaten auch Nachwuchs. „Freut mich, dass ihr darüber so happy seid, das heißt aber, dass ihr von morgens bis abends arbeiten müsst, nur damit das klar ist! Und auch sonntags, aber dann nicht sooo lange, ok?“ stellt Simon gleich noch klar, die sollen nicht denken, dass sie für den Urlaub gar nix machen müssen! „Aber Simon, was ist denn mit Jo und Rach? Die brauchen doch auch mal ein paar Pausen zwischendurch, ich meine, die sind schwanger!“ bemerkt Bradley, der sich eigentlich erhofft, so auch gleich ein paar Breaks mehr für sich herauszuschlagen. „Ihr habt doch genug Drehpausen, das wird ja wohl reichen, oder? Seid froh, dass ihr überhaupt Urlaub gekriegt habt!“, für Simon ist die Diskussion abgeschlossen, mit den 3 Tagen Urlaub dazwischen wird der Zeitplan schon knapp genug! Die Band sieht sich nur enttäuscht an, dem scheint es wohl egal zu sein, wenn sich die 2 überarbeiten und dann Weihnachten im Krankenhaus liegen? „Naja, wenigstens haben wir über die Feiertage frei, das ist doch die Hauptsache, oder?“ freut sich Rachel wenigstens ein bisschen, „Ja, wir kriegen das schon irgendwie hin, dass wir genug Pausen haben. Der S Club hat schon 4 Babys gesund auf die Welt gebracht, da wird er das bei den nächsten 2 ja wohl auch schaffen, wir sind doch schon geübt!“ sagt Jo ermutigend, die Band hat mit, teilweise sogar hochschwangeren, Mitgliedern schon ganz andere Sachen überstanden. „Eben und das bisschen drehen ist doch nun nicht soo schlimm, oder? Denkt mal an die großen Hollywoodschauspielerinnen, die stehen bis in den 8. Monat vor der Kamera und kriegen dann auch gesunde Kinder!“ meint Rachel, doch jetzt fällt Jo noch was ein: „Ich frage mich aber eher, wie wir es schaffen sollen, dass wir bei der Tour mitmachen können! Ich meine ok, Rach ist bis dahin evtl. schon wieder auf dem Damm, aber was ist mit mir? Wenn ich Pech habe, liege ich beim 1. Konzert im Kreißsaal und darf mich mit Wehen quälen, während ihr euch auf den Bühnen Europas austobt!“. Die Anderen sehen sich ratlos an, stimmt ja, die Tour wurde ja jetzt auf Mai vorverlegt, daran hatte jetzt gar niemand gedacht! „Du hast doch Anfang Mai Entbindungstermin, oder? Hatte Simon nicht gesagt, dass die Tour erst Ende Mai startet? Dann könntest du zumindest mitkommen. Aber wie du das mit den Tanzroutinen dann machen willst, weiß ich allerdings auch nicht...“ meint Bradley und kratzt sich nachdenklich am Kopf. „Dann reden wir einfach nochmal mit ihm, wenn er will, dass die Tour ein Erfolg wird, kann nicht die Hälfte der Band nur dastehen und singen, dann müssen schon alle mitmachen! Und das Baby einfach eher holen können wir ja auch schlecht, also wird ihm nichts anderes übrig bleiben!“ erwidert Paul nachdenklich, irgendwie muss man doch die Proben, die Babys und dann noch die Tour unter einen Hut bringen können. „Und wenn er das nicht macht? Ich meine, die Babys könnten wir ja mitnehmen, aber in den letzten Schwangerschaftsmonaten können wir doch nicht trainieren und nach der Geburt schaffen wir das nicht mehr, so wird das doch nie was!“ fragt Rach weiter, wieso muss dieser trotzdem schöne Job in manchen Dingen nur so beschissen sein? „Wir werden das schon hinkriegen, aber am Besten, wir lassen ihn für heute erstmal in Ruhe, sonst streicht er den Weihnachtsurlaub auch noch und dann haben wir viel gekonnt!“ schlägt Jon, der heute zum 1. Mal auch mal was von sich gibt, vor und so kommen sie nun unten an, da sie die ganze Zeit die Treppen runter gelaufen sind, an und machen sich auf den Weg zu den BBC- Studios, um dort ein TV-Interview zu geben. Knapp eine Woche später stehen dann alle am Flughafen und verabschieden sich, denn jetzt geht’s erstmal für 3 Wochen nach Barcelona und dann wird erst Weihnachten gefeiert. „Also machs gut mein Schatz, pass auf dich und die Kleine auf, ja? Ich werde dich vermissen!“, mit diesen Worten verabschiedet sich Jeremy von Rachel und die beiden umarmen und küssen sich nochmal. „Bye Jo-Baby, pass mir auch auf unseren kleinen Fratz da drin auf, ja? Und lass dich von den Jungs nicht so ärgern!“, auch Lee fällt es schwer, seine Jo so kurz vorm Fest der Liebe weg zu lassen und dann auch noch mit ihrem Baby! „So Julie Mäuschen, mach mir der Mami nicht so viel Ärger, ja? Sei schön lieb und lass dich nicht immer von deinem Bruder ärgern, ok? Daddy hat dich ganz doll lieb!“ lächelt Paul und umarmt und küsst seine kleinste Tochter nochmal und sie nickt ihm nur artig zu: „Bye, Daddy!“, „So, du auch Josie, sei schön lieb und mach der Mami nicht so viel Ärger, ja? Und wenn was ist, dann rufst du mich na, ok?“, „Ja, Daddy, bye!“, auch Josie wird von ihm nochmal gedrückt und geküsst und schon ist Georgie dran, der ganz traurig ist, dass er nun noch nicht mit seinem Papi zusammen einen Weihnachtsbaum holen gehen kann, aber für was hat er denn einen Opa? „Georgie? Du bist bitte auch schön brav, passt mir schön auf die 3 Frauen zu Hause auf, ärgerst deine Schwesterchen nicht so viel und hilfst der Mami ein bisschen, ja? Und wenn ich was höre, dass du mal wieder gemein zu Julie oder Josie warst, dann sage ich das dem Weihnachtsmann und dann kriegst du keine Eisenbahn, verstanden?“, „Ja, Daddy, tschüssi!“, auch Georgie umarmt seinen Papa nochmal und drückt ihm ein Küsschen auf den Mund, dann geht er zurück zum Buggy der Zwillinge und sieht traurig zu, wie er sich jetzt auch noch von der Mami verabschiedet. „So Hannah Schatz, dir muss ich ja nicht sagen, dass du lieb sein sollst, aber lass dich von den Kids nicht unterkriegen, du kennst sie ja!“, „Ja, leider...Rufst du an, wenn du da bist?“, „Klar, versprochen! Die Sache mit den Geschenken hab ich schon geklärt, du musst das dann bloß noch unterschreiben, den Rest machen die dann selber, ok?“, „Ja, Mann, die Mädchen werden Augen machen, schade, dass du da nicht da bist!“, „Tja, kann man nix machen, ich komme ja dann am 24. abends wieder, dann können sie mir ja erzählen, was ihnen der Weihnachtsmann vorher schon gebracht hat! Aber ich muss jetzt auch los, sonst nehmen die mich nicht mehr mit, also machs gut Liebling, ich werde euch vermissen, schon alleine abends, wenn ich plötzlich ungestört schlafen kann!“, „Na toll und ich hab die 3 Teufel alleine am Hals, na vielen Dank auch!“, „Och komm schon, so schlimm sind sie doch gar nicht! Wenn sie einmal schlafen, hast du dafür das ganze Haus für dich alleine.“, „Ja, wenn sie mal schlafen, die Betonung liegt auf wenn!“, „Ach du schaffst das schon, das weiß ich! Aber trotzdem muss ich jetzt los, also bye meine Süße, ich liebe dich, dich und unsere Teufelchen!“, „Ich liebe dich auch, bye!“, die beiden küssen sich nochmal und dann muss Paul auch schon los und sich in den Flieger setzen, der sie für die nächsten 3 Wochen erstmal nach Barcelona bringen wird. Ein paar Tage vor Weihnachten ist der Stress auf den ganzen Trubel dann auch auf Georgie, Josie und Julie übergesprungen und sie müssen unbedingt jeden Tag ihre Mama ärgern und zu fragen, wann Daddy denn nun endlich wieder kommt, dürfen sie auch nicht vergessen! So fängt es also, auch heute wieder, schon sehr früh am Morgen an...“Mami, Mami, komm schnell!“ ruft Georgie durchs Haus, „Was ist denn?“, Hannah rennt die Treppe hoch, um nachzusehen, was passiert ist, „Josie hat aua macht!“ erzählt er ihr und zieht sie an der Hand in das Zimmer der Mädchen, wo sie weinend auf dem Fußboden sitzt und um sie herum ein ganzer Haufen Bücher, Plüschtiere, Spielsachen und eine Decke liegt. „Oh nein, was hast du denn gemacht?“, „Das runter fallt“ erklärt Julie, die neben ihrer Schwester steht und zeigt auf den Stapel Bücher, der quer verstreut auf dem Boden verteilt ist. „Und wie? Hast du dich da schon wieder dran hochgezogen oder was?“ erkundigt sich Han bei Josie, die immernoch schreit und sich an sie klammert, „Ja, das aua macht!“ schluchzt sie und zeigt auf das Regal, „Ja siehst du? Ich hab dir aber auch schon so oft gesagt, dass du dich nicht irgendwo hochziehen sollst! Du weißt, da ist schon so viel runter gefallen, langsam müsstest du das doch mal kapiert haben!“, Han beruhigt sie wieder und räumt dann mit ihr zusammen das Regal wieder ein. Nach einer Weile dann sitzen die 3 Kinder dann unten in der Küche am Tisch und essen, als Georgie plötzlich langweilig wird: „Eh, Mamiii!“ fängt Julie sofort an zu schreien, Georgie hat sie mit Spinat beworfen und sie genau im Gesicht getroffen! „Georgie das macht man nicht! Das ist zum Essen da und nicht zum Schießen! Komm, iss das ordentlich auf, eher darfst du nicht spielen gehen!“ ermahnt Hannah ihn und wischt Julie mit einem nassen Lappen das Essen von der Wange, „Sie angefangt!“ wehrt er sich und schmiert gleich noch mehr auf den Tisch, „Nein, du!“ verteidigt sich die Kleine und schmeißt eine Portion Spinat zurück. „Julie, Georgie! Ihr hört jetzt beide auf, verstanden? Sowas macht man nicht!“, Han wischt bei beiden den Spinat weg und gibt beiden wieder ordentlich den Löffel in die Hand. „Mami, nicht mehr.“ sagt Josie leise und schiebt ihren Teller beiseite, aber Georgie stößt ihn kräftig zurück: „Essen Josie, hat Mami sagt!“ ruft er und guckt seine Schwester böse an, „Nein, Mami nicht mam-mam!“ schluchzt sie leise und reibt sich die Augen, sie ist jetzt müde und will Mittagsschlaf machen gehen. „Nein komm Josie, das bisschen schaffst du noch! Nur noch das Häppchen und dann kannst du gehen, ok?“, Han füttert sie noch mit den letzten paar Löffeln und gibt ihr dann ihr Fläschchen in die Hand, „Mami deidei machen?“ fragt Julie, sie ist jetzt auch müde und will schlafen gehen, aber sie müssen erst aufessen, vorher geht’s nicht deidei! „Gleich Julie, erst fein essen, dann darfst du ins Bett, ja?“, „Ja!“ strahlt sie und mampft eifrig weiter ihren Spinat, „Alle!“ ruft Georgie fröhlich und präsentiert seiner Mama seinen leeren Teller. „Fein, dann trink jetzt noch schön deine Flasche aus und dann gehst du Hände waschen, ja?“, „Ja, Mami!“, er krallt sich seine Flasche und setzt zum Trinken an, als er hinter seinen Geschwistern und seiner Mama an der Wand eine krabbelnde Spinne entdeckt. Er wartet, bis Hannah mit den Mädchen abgelenkt ist und greift nach ihr, um sie dann seiner kleinsten Schwester Julie vors Gesicht zu halten: „Guck mal, süße Pinne!“ lacht er und wedelt damit rum, „Aaaah, Mamiiii!“ kreischt Julie ängstlich und zappelt wie verrückt in ihrem Hochstuhl hin und her. „Georgie, gib das her! Das ist kein Spielzeug! Das ist doch eklig!“ ermahnt Hannah ihn schon wieder und nimmt ihm die Spinne aus der Hand, um sie in den Mülleimer zu schmeißen, „Aber Mami, das meine Pinne!“ sagt er traurig und streckt die Hand nach ihr aus, in der Hoffnung, er würde sie wieder kriegen, aber schon ist sie im Eimer verschwunden! „Nein Georgie, das ist ein Tier, damit spielt man nicht und schon gar nicht so, wie du es machst! Und jetzt trink aus, damit du auch ins Bettchen kannst!“, „Nein, nicht Bettchen!“ wehrt er gleich ab, aber er weiß, dass er ja sowieso gegen seine Mama verlieren wird und doch im Bett landet. „Mami, fertig!“ lächelt Josie und hält ihr ihre leere Flasche hin, „Schön Mäuschen, dann komm jetzt her, du gehst jetzt hier unten im Bad Hände waschen, ja?“, Han hebt sie aus dem Hochstuhl und schon flitzt sie brav ins Bad, „Mami, ich auch alle!“ ruft auch Julie und zeigt ihr ihren leeren Teller, von dessen Inhalt mehr in ihrem Gesicht und auf dem Latz gelandet ist, als im Mund... „Fein, dann trink jetzt auch schön aus und dann kannst du auch Hände waschen gehen, ok?“, „Ja!“, also setzt auch sie die Flasche an und trinkt sie aus. „Mami, ich auch fertig!“ lenkt Georgie die Aufmerksamkeit wieder auf sich und zeigt ihr stolz sein leeres Fläschchen, „Super, dann gehst du jetzt auch fein Hänge waschen, ja?“, er springt von seinem Stuhl und läuft ins Badezimmer, aus dem ihm Josie schon wieder frisch gewaschen entgegen kommt. „Mami, sauber macht!“ strahlt sie und streckt ihrer Mama ihren sauberen Hände entgegen, „Fein, dann wartest du jetzt schön hier, bis deine Geschwister auch fertig sind, ok?“, Josie nickt und setzt sich rüber im Wohnzimmer auf die Couch. Als dann schließlich auch Julie fertig ist, werden die Zwillinge noch mit frischen Windeln bettfertig gemacht und nach nicht mal einer halben Stunde schlummern auch schon alle 3 friedlich in ihren Betten. Hannah räumt die Teller der Kids in die Spülmaschine und setzt sich danach auf die Couch, um ein bisschen zu entspannen. Doch kaum hat sie sich fallen lassen, da klingelt auch schon das Telefon und so quält sie sich wieder hoch und geht ran: „Hallo?“, „Hi Hannah Schatz! Na? Was machst du grad Schönes?“ kommt es von der anderen Seite der Leitung, na klar, Paul hat ja jetzt Mittagspause und da muss er natürlich gleich mal zu Hause anrufen, was seine Family ohne ihn macht. „Hallo Pauly! Ich wollte mich grade ein bisschen ausruhen, du weißt ja, der tägliche Kampf um den Mittagsschlaf ist anstrengend! Vor allem, wenn man alleine gegen 3 Dickköpfe ankämpfen muss.“, „Aww, aber jetzt schlafen sie doch, oder?“, „Ja, endlich!“, Hannah nimmt das Telefon mit ins Wohnzimmer und setzt sich wieder aufs Sofa. „Was haben sie denn schon wieder angestellt?“, „Heute Morgen haben sich die Mädchen schon wieder wegen ihrem Spielzeug gestritten und vorhin haben sie sich mit Spinat beworfen...das Übliche halt, nichts Schlimmes!“, „Na wenns weiter nichts ist...Worüber haben sie diesmal gestritten?“, „Um die Aufziehpuppe, du weißt schon, die diese Schlafmelodie spielt! Obwohl die ja beide die gleiche haben, musste es unbedingt die der anderen sein, du kennst sie doch!“, „Oh ja, ich weiß schon! Du Arme! Na dann grüß mir die 3 mal schön, ja? Ich muss jetzt wieder ans Set. Ich liebe euch, bye!“, „Wir lieben dich auch, ciao!“, damit legt sie wieder auf und will sich gerade ein bisschen hinlegen, da klingelt es an der Tür. „Och Mann, wer ist das denn jetzt schon wieder?“, sie steht genervt auf und geht aufmachen. „Hallo Hannah! Stör ich?“ fragt Tina und lugt zu dem Türspalt herein, „Hi Tina! Nein, nicht wirklich, komm rein!“ begrüßt sie Han freundlich und schließt die Tür hinter ihr. „Was machst du Schönes? Schläft deine Rasselbande schon?“, „Ja, Gott sei Dank, du hättest sie mal heute beim Mittagessen sehen sollen. Kleine Teufel sind da richtige Lämmchen dagegen!“, „Ach komm, ich weiß gar nicht, was du hast! Deine Kinds schreien wenigstens nicht die halbe Nacht!“, „Das nicht, aber im Bezug auf die Selbstbeschäftigung ist Kelly ja wohl ein Engel!“, Hannah und Tina setzten sich zurück auf die Couch und Teen stellt Kellys Autositz unterm Tisch ab. „Sag das nicht, das habe ich von deinen Kleinen auch immer gedacht, aber wenn du das jetzt so sagst...“, „Eigentlich sind sie ja ganz lieb, zumindest im Verhältnis zu den Tyrannen, die ich manchmal auf dem Spielplatz sehe...Sag mir bitte Bescheid, wenn meine Kinder andere Kids verprügeln und ich es nicht mitkriege, ok?“, „Oh Gott, so schlimm sind sie ja nun wirklich nicht, ok, sie ärgern sich vielleicht untereinander mal, aber das ist doch normal unter Kindern, oder? Und vor allem unter Geschwistern!“, „Erst Recht unter einem großen Bruder und 2 kleinen Schwestern...nee, sie sind schon ganz lieb, spätestens dann, wenn sie schlafen!“ grinst Hannah und holt Tina was zu trinken. „Das stimmt! Nichts geht über friedlich schlummernde Kinder! Aber weil wir grad davon reden: Ab wann haben deine eigentlich nachts durchgeschlafen?“, „So mit 2 bis 3 Monaten, wieso?“, „Nur so, ich frage bloß, weil Kelly nachts immernoch schreit und ich dachte, dass das vielleicht unnormal sei, aber wenns bei dir auch so war, dann ist ja gut!“, „Also Georgie hat so mit 10/11 Wochen angefangen durchzuschlafen und die Zwillinge haben ein bisschen länger gebraucht, weil die sich immer gegenseitig geweckt haben, wenn sie geweint haben. Aber nach ca. 13 Wochen oder so hatten wir dann nachts auch Ruhe! Wieso? Hast du Schlafdefizite oder was?“, „Ja, das auch! Aber es geht auch ein bisschen um Tommy und mich...du weißt schon...“ grinst Tina mit einem verschmitzten Lächeln. „Ah, tja, das ist allerdings euer Problem, da kann ich dir nicht weiterhelfen. Hälst sie euch davon ab, oder wie?“, Hannah stellt ihr ein Glas Saft auf den Tisch und setzt sich wieder zu ihr. „Ja, nein, obwohl, kann ich nicht sagen. Ich bin so müde, dass ich nicht will! Wie lange, denkst du, halten Männer das aus?“, „Keine Ahnung, wir hatten Glück, unsre Kinds haben immer gut geschlafen und ich war zumindest beim 2. Mal nicht sooooo müde, also hatten wir damit keine Probleme.“, „Wie lange hat es denn bei euch gedauert? Also bis ihr wieder...naja du weißt schon?“, „Also bei Georgie waren es so ungefähr 6 oder 7 Wochen und bei den Mädchen waren es...puh...auch so um die 6 Wochen!“, „Oh, na dann wird’s ja Zeit bei uns, Kelly will noch Geschwisterchen haben!“ lacht Tina, aber insgeheim macht sie sich schon etwas Sorgen um ihr Liebesleben...dann ist sie ja über 2 Monate hinterher! „Tina, nur weil du noch nicht Lust auf...naja...na jedenfalls ist das jetzt nicht soo schlimm, denke ich mal! Tommy versteht das schon. Ich meine, du hast gerade erst ein Baby bekommen, da ist es doch verständlich, dass du noch nicht ganz die Alte bist, oder?“, „Ich mache mir eigentlich weniger Sorgen darum, sondern mir geht’s mehr um mein Gewicht! Wie krieg ich denn die 10 Kilo, die ich zugenommen hab, wieder runter?“, „Was? Du hast nur 10 Kilo zugenommen??? Wie hast du das denn bitte geschafft?“, Han ist gleich ganz sprachlos, sie hatte selbst als die Zwillinge raus waren noch mind. 15 Kilo drauf! „Eigentlich nur 6...Kelly und das Fruchtwasser waren die restlichen 4!“. Hannah sieht Tina immernoch ungläubig und irgendwie auch neidisch an, das gibt’s doch wohl nicht!? „Die 6 Kilo sieht man dir aber gar nicht an...“ bemerkt sie und mustert Tina von oben bis unten, „Oh, danke! Es sind ja auch bloß 5 ½...aber eben 5 ½ zu viel!“, „Mann, deine 5 Kilo! Ich wäre froh gewesen, wenn ich nur noch 5 Kilo zu viel gehabt hätte...Außerdem hast du ein Mädchen gekriegt, da nimmt man weniger zu als bei Jungs!“, Hannah muss es ja wissen... „Ehrlich? Na dann habe ich ja wirklich Glück gehabt! Dafür, dass du so zugelegt hattest, siehst du aber auch wieder normal aus!“, „Ha, Kunststück! Das geht dann von alleine weg, wenn du 3 kleine Teufel zu Hause hast, denen du den ganzen Tag hinterher rennen musst...ansonsten helfen noch Sport und gesunde Ernährung!“ rät Han Tina, denn obwohl sie lieber Fast Food und alles andere als gesunde Sachen isst, hat sie nach beiden Geburten diese Diätsache knallhart durchgezogen und so ganz schnell wieder ihr altes Gewicht zurück bekommen! Die Beiden unterhalten sich noch ein/zwei Stunden und dann beschließt Tina, dass sie jetzt doch besser nach Hause gehen sollte, also verabschieden sich die 2 Freundinnen an der Tür und Hannah stellt mit einem Blick auf die Uhr fest, dass es jetzt langsam Zeit ist, die Kinder aus ihren Bettchen zu holen. Sie schleicht also erst das Zimmer der Mädchen, da sie immer länger brauchen, um richtig wach zu werden und weckt dann schließlich noch Georgie, der gleich ganz fröhlich von seiner Matratze springt. „Mami, jetzt Pielplatz gehen?“ erkundigt er sich bei seiner Mama, „Ja, aber erst wird sich schön angezogen und dann essen wir erstmal was, ja?“, „Ja! Aber dann Pielplatz!“, „Ja, dann gehen wir auf den Spielplatz!“. Hannah hilft ihm beim Anziehen und geht dann wieder rüber zu den Zwillingen, um sie auch fertig zu machen. Die 4 verbringen den ganzen Nachmittag draußen an der frischen Luft und kehren erst ins Haus zurück, als es dann langsam dunkel wird. So sitzen sie jetzt also im Wohnzimmer und Han berät mit ihren Kids, was sie jetzt noch machen wollen, bis sie in 2 Stunden in die Badewanne gehen. „So ihr Süßen, was möchtet ihr jetzt gerne machen?“, „Pielen!“, „Male-male!“, „Bade-bade!“ sind die Antworten der 3, also ist sie nun genau so schlau wie vorher. „Nein Julie, baden gehen wir erst nachher! Jetzt haben wir aber noch ein bisschen Zeit, also beschäftigen wir uns anders, ok?“, „Ja!“ nickt Julie ihrer Mama zu und lächelt. „Mami? Kuchen backen?“ fragt Georgie, der anscheinend die rettende Idee hat, „Das ist ein super Gedanke, Georgie! Aber wisst ihr was? Wir backen keinen Kuchen, sondern leckere Weihnachtsplätzchen, ok? Damit können wir dann den Daddy überraschen, wenn er übermorgen heim kommt, was haltet ihr davon?“. „Jaaaa!“ jubeln sie alle 3 und stürmen in die Küche, um ihrer Mami bei der Umsetzung des Plans zu helfen. Also zieht sie allen 3en Schürzen an und zeigt ihnen, wie man den Teig ausrollt, aber die Kinder naschen lieber alles weg, anstatt die Plätzchen auszustechen. „He, jetzt reichts aber! Mehr dürft ihr nicht essen, sonst bleibt doch nicht genug für die Plätzchen übrig!“ sagt Hannah und nimmt den Kleinen jetzt die große Schüssel weg. „Meckt gut!“ lobt Georgie den Teig und leckt sich die Finger ab, die allerdings mehr mit Mehl, als mit Teil beschmutzt sind. „Freut mich, schmeckts euch auch?“, „Ja, lecker Mam-mam!“ lächeln die Mädchen und auch sie haben mehlige Hände und das weiße Pulver hängt ihnen noch überall im Gesicht, bis hin zu den Ohren. „Gut, dann stechen wir jetzt zusammen die Formen aus und dann stellen wir das Blech in den Ofen, ja?“, „Ja! Mami? Wann Daddy wieder da?“ fällt Georgie jetzt ein, da sie ja die Plätzchen hauptsächlich für ihn backen. „Übermorgen Mittag, wenn ihr dann mit eurem Mittagsschlaf fertig seid, gehen wir zusammen zum Flughafen und holen ihn ab. Aber vorher müsst ihr erst schön schlafen, ok?“, Hannah weiß schon, wie sie ihre Rasselbande in die Betten kriegt, diese Tricks mussten ihre Eltern bei ihr auch immer anwenden. „K, fein lafen!“ wiederholt er und nickt zustimmend. Dann stellen sie zusammen das Backblech in den Ofen und Han macht das Badewasser für die Kinder fertig. „So ihr Süßen, ausziehen! Jetzt geht’s bade-bade machen.“, das muss sie ihnen nicht 2 mal sagen, schon fangen sie eifrig an, ihre Hausschuhe auszuziehen, sich den Pullover über den Kopf zu ziehen und ihre Hosen auszustrampeln. Georgie ist, wie immer, der Erste im Badezimmer und steht ungeduldig am Wannenrand, er wartet, bis seine Mama ihn rein hebt, denn er ist noch zu klein und kommt noch nicht alleine über den hohen Rand. „Mami auch mit baden?“ fragt er, als Hannah endlich kommt und ihn in die Wanne setzt, „Nein, erst badest du, dann deine Schwesterchen und dann erst die Mami, wenn ihr dann im Bettchen seid.“ erklärt sie ihm und gibt ihm sein Spielzeugschiff, mit dem er immer in der Badewanne spielt. Die Zwillinge kämpfen in ihrem Zimmer in der Zeit noch mit ihren Strumpfhosen, denn sie sollen sich alleine ausziehen, man kann ein kleines Kind ja nicht alleine in der großen Wanne lassen – erst Recht nicht Georgie Cattermole! Ein paar Minuten später hebt Hannah dann die Zwillinge ins Wasser und mummelt Georgie in sein Handtuch ein. „Hallo ihr Süßen!“ kommt es plötzlich von einer bekannten Stimme aus Richtung Badezimmertür und alle sehen erschrocken und neugierig auf: „Daddyyy!“ kreischen die Kids und Georgie stürmt auf ihn zu. „Hallo Paul, was machst du denn schon hier? Ich dachte, du kommst erst übermorgen!“ begrüßt Hannah ihn fröhlich und küsst ihn. „Naja, das war die offizielle Version. Wir haben es uns anders überlegt und gleich gestern zum Sonntag durchgearbeitet, damit wir den Flug eher nehmen konnten...naja, und da sind wir jetzt!“ grinst er und begrüßt auch seine Töchter, die ihn nur sprachlos, aber überglücklich mit ganz nassen, schaumigen Gesichtern anlächeln. „Soso...habt ihr also länger Urlaub, oder müsst ihr dafür auch eher wieder?“, „Nee, wir dürfen, wie geplant bis 28. hier bleiben, dann müssen wir wieder los, aber besser als gar nichts, oder?“, „Ja klar, wie geht’s Jo und Rach?“ erkundigt sich Hannah weiter, sie weiß ja nur zu gut wie es ist, schwanger zu sein und dabei noch im Akkord arbeiten zu müssen. „Och, denen geht’s prima! Die Babys scheinen Weihnachten irgendwie zu lieben, sie machen sich kaum bemerkbar! Aber ich denke, dass die kurze Pause den 2en trotzdem gut tun wird.“, „Ja, denke ich auch. Du? Wärst du mal so lieb und ziehst Georgie schon seinen Schlafanzug an? Dann kann ich nämlich die Mädchen fertig baden.“, „Klar, komm mit, Großer!“ sagt Paul und schon trabt Georgie hinter ihm her in sein Zimmer. Nach dem Abendessen schaffen Paul und Han ihre Kinder hoch zum Zähne putzen, denn jetzt geht’s ab in die Heia. Da Georgie ja schon etwas älter ist, kann er seine Zähne schon gründlicher putzen als seine Schwestern, deswegen warten die 2, bis ihr Bruder fertig ist. Josie hat inzwischen ihr Lämmchen geholt, was sie immer und überall mit sich rumschleppt und hält es über die Toilette, es muss ja vorm ins Bett gehen auch nochmal Pipi machen, sonst macht es ja ins Bett! „Lass es nicht reinfallen, sonst ist es nass.“ warnt Paul sein Töchterchen vor, doch in diesem Moment macht es auch schon platsch und es schwimmt im Klowasser... „Daddyy, da rein!“ weint sie und klammert sich um Pauls Bein. „Was hab ich dir gesagt?“ lacht er und zieht das Plüschtier, so pitschnass wie es ist, aus der Kloschüssel. „Was Josie macht?“ fragt Georgie mit der Zahnbürste im Mund, als er sie weinen hört, „Sie hat ihr Lamm ins Klo geschmissen.“ antwortet sein Dad ihm und wringt es über dem Waschbecken aus. „Mamiiiiiii! Josie hat Lamm in Klo gemeißt!“ ruft er durchs ganze Haus, damit seine Mama es unten in der Küche auch hören kann. „Was?“ hört man Hannah nur von unten rufen, sie hat es nicht verstanden und kommt jetzt auch die Treppen hoch, „Josie hat ihr Lämmchen ins Klo fallen lassen.“ lacht Paul immernoch und zeigt ihr das völlig durchnässte Kuscheltier. „Oh nein...wie hat sie das denn schon wieder geschafft?“, sie verdreht genervt die Augen und greift sich Josies Lamm, um es gleich in die Waschmaschine zu stecken, aber Billy, so hat Josie es genannt, darf doch nicht einfach geschleudert werden, das tut ihm doch weh! „Nein, nicht da rein!“ schluchzt sie und will ihr Lämmchen wieder haben, aber sie kann es ja nicht frisch aus der Toilette mit ins Bett nehmen, sie nimmt es doch auch in den Mund! „Josie, Billy muss jetzt aber gewaschen werden! Er ist ins Klo gefallen, das ist doch eklig, wenn du ihn jetzt mit ins Bett nimmst!“ erklärt Hannah ihr und macht die Tür der Waschmaschine zu, damit Josie nicht mehr nach Billy greifen kann. „So, aber jetzt ab ins Bett mit euch, morgen Früh kannst du ihn wieder haben, ok?“, „Nein, jetzt Billy haben!“ schnieft sie immernoch traurig, ohne ihren Billy kann sie doch nicht schlafen! „Josie, du hast doch noch so viele andere Tiere in deinem Bett, dann nimmst du heute eben mal was anderes. Die andren Tiere freuen sich auch, wenn du die mal nimmst zum Kuscheln.“ versucht jetzt auch Paul sie zu beruhigen, aber sie bleibt stur – sie will ihr Lämmchen haben! „Osie, komm! Dei-dei machen!“ sagt Julie und zieht ihre Zwillingsschwester an der Hand in ihr gemeinsames Zimmer. „Nein, Billy haben!“ schreit sie und rennt zurück ins Badezimmer, um ihn aus der Waschmaschine zu retten. „Josie, du kannst ihn nicht mit ins Bett nehmen, Billy ist schmutzig, der muss jetzt gewaschen werden! Genauso wie du! Du warst doch vorhin auch in der Badewanne, weil du schmutzig warst, also muss Billy auch waschen!“ erklärt Hannah ihrer Tochter, die sie mit großen, immernoch tränengefüllten Augen ansieht. „Nicht aua?“ fragt sie vorsichtig nach, Billy darf doch nicht aua machen wegen ihr, sie hat ihn ja ins Klo fallen lassen. „Nein, Billy macht kein aua. Versprochen! Er wird auch bloß gewaschen, genauso wie du vorhin, einverstanden?“, „Ja, nicht aua macht!“, „Nein, aber trotzdem gehst du jetzt ins Bett, sonst kann die Mami Billy nicht waschen, ok?“, „Ja, bye, Billy!“, Josie winkt zur Waschmaschine und marschiert in ihr Zimmer, dann wird auch sie schließlich ins Bett gelegt und nach einem langen Kampf, da sie ohne Billy wirklich nicht zu schlafen scheint, sind dann gegen halb 9 alle 3 eingeschlafen. Etwa 4 Monate später, die Band steckt gerade mitten in den Proben für die Tour, kommt Jon gerade an einem freien Tag mit Trisha vom Ultraschall aus dem Krankenhaus zurück und nachdem er sie heim gebracht hat, macht er noch einen Abstecher zu Kollege Paul. Kaum hat er geklingelt, da öffnet er ihm auch schon die Tür: „Hi Jon, komm rein!“, „Hi Paul, stör ich?“, „Nein nein, was gibt’s?“, er schließt die Tür wieder hinter ihm und weist ihn ins Wohnzimmer. „Nichts Besonderes. Ich komme grad aus dem Krankenhaus. Allem Anschein nach, kriegen wir, oder vielleicht auch nur Trisha, einen Jungen!“ erzählt er ihm nicht gerade begeistert. „He, das ist doch toll, wieso freust du dich nicht? Ist doch süß, so ein kleiner Junge.“, „Wenn ich 100%ig wüsste, dass es mein Sohn ist, würde ich mich riesig freuen, aber so? Wenn ich mir Lee angucke, wie er immer an Jos Bauch hört und bei jedem Tritt schreit: „Das ist mein Sohn da drin, mein Sohn!“, dann werde ich immer richtig traurig, dass das Baby, was sich immer sehe und fühle, gar nicht meins ist.“, Jon ist wirklich traurig, Paul hofft so sehr für ihn, dass er der Vater ist, aber da kann man ja leider nichts machen. „Mh, tut mir echt leid, ehrlich. Kann man das denn nicht schon früher feststellen, wer der Vater ist? Mit einer Fruchtwasseruntersuchung oder sowas? Da muss es doch irgendwas geben, bei dem Fortschritt in der Medizin heute.“, „Nein, das würde kein eindeutiges Ergebnis liefern, das wäre zu ungenau! Wir werden uns wohl bis August gedulden müssen.“. „August? An welchem? Wisst ihr das schon?“, „5. 8. ist errechneter Termin, aber du weißt ja...“, „Oh ja, Babys kommen nie genau, ich weiß, ich weiß. Ich kenne das!“, „Eben, du müsstest es ja von uns allen am Besten wissen. Wo sind den deine Süßen eigentlich?“, „Spazieren, Josie wollte unbedingt in den Zoo mal echte Lämmer sehen, du kennst sie doch, sie hat doch seit ihrer Geburt dieses komische Plüschlamm, was sie nicht mehr los lässt, seit es geschrubbt worden ist.“, „Ach ja, stimmt! Es war doch ins Klo gefallen, oder?“ erinnert sich Jon lachend, Paul hatte es ihm erzählt und das war dann tagelang das Thema Nr. 1 innerhalb der Band, weil sich alle drüber totgelacht haben. „Ja, sie hat da so einen Aufstand gemacht, weil es in die Waschmaschine musste, nee du, sind sie nicht süß?“, „Ja, deine besonders!“ lächelt Jon und schielt raus in den Garten, wo Hannah grade mit den Kids zurückkommt. „Dankeschön, nur leider werden sie viel zu schnell groß!“, „Ja, leider. Da kommt deine Rasselbande, scheint nicht besonders schön im Zoo gewesen zu sein.“, die beiden Männer stehen auf und öffnen Hannah, die den Zwillingsbuggy vor sich herschiebt, die Tür. „Hi, na? Keine Lämmer da?“ begrüßt Paul sie und gibt ihr ein Küsschen, „Nee, leider nicht. Aber dafür ganz süße Affenbabys, die waren niedlich, sag ich dir!“ erzählt sie ihm und schließt die Tür wieder hinter sich. „Freut mich, wollten die Kids keins haben?“ fragt Jon lachend, er kennt die Kleinen doch, „Nee, komischerweise nicht! Hi erstmal, Jon!“, „Hi, hallo Kinder!“ begrüßt er jetzt erstmal die Neuankömmlinge. „Mami? Noch raus pielen?“ fragt Julie und sieht ihre Mama flehend an, „Ja ok, aber nicht mehr so lange. Viertelstunde, dann kommt ihr rein, ok?“, „Ja.“ nicken die Mädchen und gehen wieder raus in den Garten, um dort noch ein bisschen zu spielen. „Ähm...kann ich mal schnell euer Klo benutzen oder schwimmen da Lämmchen drin? Es wäre dringend.“ fragt Jon und als Paul ihm die Richtung zeigt, stürmt er los. „Julie, nicht hinsetzten, das ist kalt!“ ruft Han und geht raus, um ihre kleinste Tochter wieder aufzuheben, weil sie sich auf das kalte Gras gesetzt hat. „Daddy, guck mal!“ ruft Georgie und schiebt Josie ganz alleine mit der Schaukel ab. „He, super machst du das! Du bist ja schon ein richtig großer Bruder!“ lobt er ihn und kommt auf ihn zu, um Josie nochmal einen richtig großen Schubs zu geben. Die Kinder haben ja zu Weihnachten endlich ihre lang ersehnte Schaukel bekommen und da wollen sie nun natürlich nicht mehr runter! Während Hannah Julie einen Stuhl holt, auf den sie sich setzten kann, damit sie nicht auf dem kalten Boden hocken muss und Paul Josie weiter abschiebt, rennt Georgie ins Haus, um seinen Bagger aus dem Wohnzimmer zu holen, doch plötzlich fällt die Tür zu und seine Eltern stehen ohne Schlüssel und ohne Jacken draußen! Sie stürmen zur Haustür und versuchen, sie wieder zu öffnen, klingeln, klopfen daran und rufen ihren Sohn, dass er wieder aufmacht. „Georgie, mach die Tür auf!“ ruft Paul und hämmert an der Tür herum, „Los Georgie, mach die Tür auf, hier ist es kalt draußen!“ versucht es auch Hannah, aber Georgie hört sie gar nicht, sondern stellt das ganze Wohnzimmer nach seinem Bagger auf den Kopf. Zum Glück ist Jon ja noch drinnen und kommt gerade von der Toilette zurück, als er die 2 von draußen schreien hört. Auch Paul fällt wieder ein, dass Jon noch drin sein muss und will jetzt ihn um Hilfe rufen: „Jon, mach mal bitte die Tür auf!“. Jon geht schnell zur Tür und öffnet diese, fängt aber sofort an wie verrückt zu lachen, wie kann man sich denn von den eigenen Kindern aussperren lassen? „Ist es nicht ein bisschen zu kalt, um ohne Jacke raus zu gehen?“ grinst er und schließt die Tür hinter den Beiden, „Ha-ha, sehr witzig!“ meint Paul nur und läuft ins Wohnzimmer, um Georgie zu holen. „Danke, Jon! Ohne dich wären wir jetzt aufgeschmissen gewesen.“ bedankt sich Hannah bei ihm, „Keine Ursache, seht ihr? Ich hab doch schonmal gesagt, man sollte lieber immer einen Jon im Hause haben!“, „Ja, ist ja gut, du hattest mal wieder Recht! Aber mal ehrlich, würdest du wirklich hier wohnen wollen? Nicht wirklich, oder?“ versucht sie auf die Kinder anzuspielen. „Nee, ich denke, ich bin ganz froh, nicht hier einziehen zu müssen! Aber danke für das Angebot. Ich denk drüber nach.“ winkt er ab und folgt Paul in Richtung Wohnzimmer. „Wie du meinst. Dann werde ich mal die Mädchen reinholen, es ist schon spät.“, sie geht wieder raus, aber diesmal passt sie auf, dass die Tür nicht wieder zuschlägt und ruft die Zwillinge nach drinnen. Jon trinkt mit den 5en Kaffee und dann geht er langsam auch nach Hause. Gegen halb 7 am nächsten Morgen krabbelt Georgie aus seinem Bettchen und schleicht ins Schlafzimmer seiner Eltern. Als er an der Tür Halt macht und feststellt, dass sie noch zu schlafen scheinen, geht er alleine die Treppen runter in die Küche und sieht sich dort um, was er jetzt anstellen könnte. Und da entdeckt er auch schon die Packung Cornflakes neben dem Kühlschrank – genau! Er schiebt leise einen Stuhl an den Schrank, klettert darauf und holt das Paket runter. Wo die Schüsseln sind, weiß er natürlich auch, also schiebt er den Stuhl weiter zum nächsten Schrank und holt sich vorsichtig eine kleine Glasschüssel raus. Fehlt nur noch Milch und die ist im Kühlschrank, also los, mit dem Stuhl wieder dorthin zurück und die Milchkanne holen. Er hat gleich fein säuberlich die Schüssel mit den Cornflakes auf den Boden gestellt – natürlich mehr Flakes neben der Schüssel als darin! Doch leider ist ihm die Milchkanne doch etwas zu schwer und schon scheppert es laut und die Küche ist unter Milch gesetzt! Sein Papa ist zufällig auch gerade wach geworden und ist natürlich durch den Krach erschrocken. Also steht er leise auf und eilt nach unten, wo er dann auch schon das Fiasko sieht... „Daddy, Kanne kaputt gegeht!“ erzählt ihm Georgie gleich aufgeregt, die Kanne wars schließlich, nicht er! „Das sehe ich! Wie hast du das denn schon wieder hingekriegt? Warum hast du denn nicht gesagt, dass du Hunger hast? Daddy war doch wach.“, er kehrt die Scherben der Kanne beiseite und wischt den Matsch der aufgeweichten Cornflakes und der Milch weg. „Aber nicht Mami sagen, ja?“, Georgie sieht ihn flehend an, er will nicht, dass Mama schimpft. „Nein, ich sags ihr nicht. Aber sie wird’s sowieso merken.“, „Mami nicht schimpfen!“ meint er traurig, er will keinen Ärger kriegen, die Kanne ist ja Schuld, sie ist schließlich runtergefallen! „Nein, du weißt doch, dass die Mami nicht schimpft! Das kann doch mal passieren, ist doch nicht so schlimm. Komm her, ich mach dir neue Cornflakes, ok?“, er spült ihm die Schüssel aus und gießt neue Milch darüber. „Ja, danke, Daddy!“ strahlt Georgie wieder und setzt sich brav an den Tisch, um sein Frühstück zu verzehren. Als er dann fertig ist, geht er zusammen mit seinem Papa wieder rauf und kuschelt sich mit zu ihm ins große Bett. Doch nach kurzer Zeit kommen auch noch seine Schwestern hinzu und dann ist letztendlich auch die Mama wach. Ca. 9 Uhr stehen dann schließlich doch alle auf, denn Daddy muss ja dann arbeiten und wenn er zu spät zu den Tourproben kommt, gibt’s Ärger, nicht nur vom Manager. Also frühstücken sie nochmal alle zusammen, Georgie isst zwar bloß noch einen Apfel, aber so ganz alleine will er auch nicht bleiben, also setzt er sich ganz brav mit in die Küche. Kaum ist Paul dann kurz nach 10 aus dem Haus, da klingelt auch schon das Telefon, da aber nur Julie in nächster Nähe davon ist, geht sie ran: „Hallo?“, „Ja, hallo? Bin ich da richtig bei...Hannah Cattermole?“ fragt die Stimme am anderen Ende der Leitung, aber Julie versteht die Frage irgendwie nicht, nein, sie ist natürlich nicht Hannah Cattermole, sie ist Julie! „Nein, Julie!“ antwortet sie, „Julie? Ok, Julie, hör zu, wohnt bei dir eine Hannah?“, „Nein, Julie!“ ruft sie, wieso versteht der Onkel das denn nicht? Sie kennt keine Hannah, sie kennt nur eine Josie und eine Mami, aber keine Hannah! „Ist deine Mama da?“, „Ja, Mami da.“, „Gut, gib sie mir mal bitte.“, „Ja.“, Julie geht mit dem Telefon in der Hand an die Treppe und ruft ihre Mama, aber sie weiß ja nicht, dass man das Telefon nicht auflegen darf, wenn man nur jemand anderen ran holen will und so drückt sie es weg, jedoch nicht nur das Gespräch aus, sondern gleich das ganze Gerät!. „Mamiiii, hallo-hallo!“ ruft sie ins obere Stockwerk, „Ich komme, warte.“, Han stürmt die Treppen runter und nimmt das Telefon, aber da ist niemand mehr dran. „Da ist doch gar niemand. Hast du ausgemacht?“ fragt sie, als niemand im Hörer antwortet. „Ja, ausmacht.“ nickt Julie und fängt an, die erste Stufe hochzuklettern, denn sie will jetzt auch wieder spielen gehen. „Weißt du, wer angerufen hat?“, „Nein, Onkel.“ antwortet Julie ihr. „Onkel Stuart? Oder Onkel Martin? Oder Onkel Collin?“, „Nein, weiß nicht.“, ihr ist das eigentlich egal, sie kannte ihn nicht, also was interessiert es sie noch weiter? „Naja gut, dann wird derjenige bestimmt nochmal anrufen.“, damit legt Hannah das Telefon wieder auf die Station zurück und flogt Julie nach oben. Sie wundert sich etwas, dass in den nächsten Stunden nicht nochmal das Telefon klingelt, aber naja, dann wird es wohl nicht wichtig gewesen sein. Aber als am Nachmittag die Kinder ihren Mittagsschlaf machen, kriegt sie plötzlich eine SMS – von Paul. Er schreibt, dass er schon 3x versucht hat sie anzurufen, aber irgendwie funktioniert das Telefon nicht. Sie solle ihn dann, wenn sie Zeit hat bei Gelegenheit mal auf Handy anrufen...aber stimmt, trotz allen menschlich möglichen Versuchen - irgendwie funktioniert das Telefon wirklich nicht! Also kommt Paul am Abend gespannt nach Hause, was ihm wohl jetzt wieder erwarten wird, denn er konnte sich ja im Laufe des Tages per Phone keinen Überblick verschaffen, was seine kleinen Monster heute wieder alles angestellt haben. Als er das Haus betritt, kommt Hannah oben gerade aus dem Badezimmer und läuft, nur mit einem Handtuch bekleidet, ins Schlafzimmer, um sich anzuziehen. „Hi mein Schatz! Na? Schon müde?“ flüstert er von hinten, als er seine Arme um sie legt. „Hi Pauly-Baby. Ja, aber jetzt, wo du da bist, geht’s wieder.“ antwortet sie und gibt ihm einen fetten Schmatzer auf die Wange. „Mmh, was meinst du damit? Was hast denn mit mir vor?“ fragt Paul grinsend voller Vorfreude, aber in diesem Moment löst sich Hannah aus seinen Armen und geht Richtung Schlafzimmertür. „Ich? Ich hab gar nichts mit dir vor. Aber ich hab eine Aufgabe für dich. Du hast die Ehre, unser Telefon zu reparieren.“ erzählt sie ihm schadenfreudig lachend. Paul sieht sie etwas irritiert an, er hatte eigentlich an etwas anderes gedacht, aber wenns sein muss. „Ok, wenns dich glücklich macht. Was ist denn damit?“, er folgt ihr nach draußen auf den Flur und dann die Treppen runter. „Wenn ich es wüsste, dann bräuchtest du das nicht zu machen!“, „Ok, gewonnen. Was hast du denn gemacht?“, „Ich? Gar nichts! Julie ist ran gegangen und hat mich dann gerufen, aber sie hat irgendeinen Knopf gedrückt und seitdem geht es nicht mehr.“ erklärt sie ihm und schon sieht er sich die ganze Sache mal genauer an. Nach einer Weile hat er dann auch schon das Problem gefunden und es wieder in Ordnung gebracht: Julie hatte mit einer ganz komischen Kombination des Knöpfedrückens die Leitung lahm gelegt! „So, geht wieder! Hier steht eine Nummer, die hier angerufen hat. Ich kenne die gar nicht, kennst du die?“ zeigt Paul ihr den Display mit dem Anrufer, den Julie abgewürgt hatte. „Nein, kenne ich nicht, aber wenn es wichtig war, ruft derjenige bestimmt nochmal an.“ meint Hannah und drückt sie weg. „Meinst du? Was ist, wenn es dringend war? Ruf lieber mal zurück, nur um sicher zu gehen.“, „Ok, gib her.“, sie wählt die Nummer und staunt nicht schlecht, wer da ran geht. Paul sitzt, ungeduldig wegen ihrer Reaktion, neben ihr und wartet, dass sie fertig wird, dann legt sie endlich auf. „Und? Wer war das?“ platzt es gleich aus ihm heraus. „Du wirst es nicht glauben! Halt dich fest!“ fängt sie an, aber das dauert Paul zu lange, sie soll endlich losschießen! „Na nun sag schon! Wer war das?“, „Das war ein Agentenbüro aus L.A., die wollen mich unbedingt für ein Vorsprechen für eine Kinorolle haben! So ein komischer Kinderagentenfilm. Die Fortsetzung von Agent Cody Banks, mit Frankie Muniz.“ sprudelt es aus ihr heraus. „Ehrlich? Nee, oder? Das ist ja cool! Gratuliere!“ freut er sich und umarmt sie glücklich, sie wollte doch schon immer Schauspielerin werden, jetzt hat sie ihre große Chance! „Danke! Das ist nächsten Donnerstag drüben in den Staaten. Sie wollten mich schon von der Liste streichen, weil sie mich ja nicht erreicht haben, aber ich hab ja zum Glück noch rechtzeitig zugesagt.“, jetzt hätte ihr Julie beinahe ihre Rolle versaut, da hat sie aber nochmal Glück gehabt! „Was? Nächsten Donnerstag? Aber wer passt denn dann auf die Kids auf? Wir sind doch Ende nächster Woche in Frankreich und Deutschland, ich kann sie da nicht mitnehmen! Und deine Eltern sind doch noch bis übernächste Woche im Urlaub und meine Mum hat auch keine Zeit!“ fällt Paul ein, sie können die 3 Kleinen doch nicht alleine lassen! „Oh nein, das habe ich total vergessen, tut mir leid! Ich hab aber jetzt schon zugesagt, was soll ich denn jetzt machen?“, beide überlegen einen Moment, dann haben beide den gleichen Gedanken: „Rachel!“. „Ja, sie ist doch ab nächste Woche zu Hause, sie könnte sie doch bestimmt mal nehmen, denke ich.“ meint Paul, ab Montag ist Rachel nämlich im Mutterschaftsurlaub und hat ja Zeit und Jeremy wäre ja auch noch da, um ihr etwas abzunehmen. „Hoffentlich wird ihr das nicht zu viel! Du kennst doch unsere Kinder! Ich frag sie am Besten gleich mal, wenn sie es nicht macht, dann muss ich halt noch versuchen abzusagen.“, „Nein, du sagst das nicht ab! Zur Not bleibe ich eben mit den Kleinen zu Hause, dann kann ich eben mal nicht arbeiten. Die werden ja wohl mal 3 Tage ohne mich auskommen, wir haben eh bloß Promotiontermine, die schaffen sie alle auch alleine.“, „Nein, wir fragen Rach einfach und wenn es nicht geht dann bleibe ich hier, basta!“, Han will nicht, dass Paul wegen ihr Ärger kriegt, sie wird das Vorsprechen dann eben einfach absagen und dann ist gut. „Nichts gibt’s! So eine Chance kriegst du nicht nochmal, also nimmst du das Angebot an! Du warst bis jetzt immer diejenige, die wegen den Kids zurückstecken musste, jetzt bin ich mal dran!“, „Aber...“, „Nichts aber! Ruf jetzt bei Rachel an und dann pack schonmal deine Sachen zusammen, die du brauchst! Du fliegst 100000000000%ig nach L.A., ich komme mit den Kleinen hier schon irgendwie klar!“. Paul hält ihr das Telefon vor die Nase und gibt ihr mit seinem Blick zu verstehen, dass er darauf besteht, dass sie dahin fliegt. „Ok, danke Paul, du bist echt ein Schatz!“, sie gibt ihm einen dicken Kuss und wählt dann Rachs Nummer. „Hallo?“ kommt es vom andren Ende der Leitung, „Hi Rachel, ich bins, Han! Sorry, dass ich dich jetzt noch störe, aber ich hätte da mal eine Bitte an dich.“, „Hannah, hi! Ach, kein Problem. Worum geht’s denn?“, „Um unsere Kinder und nächsten Donnerstag.“ fängt sie vorsichtig an, sie will Rach ja nicht gleich verschrecken. „Aha, schieß los, was ist damit?“, „Ja also, ich hab vorhin einen Anruf gekriegt, dass ich nächsten Donnerstag ein Vorsprechen für einen Hollywoodfilm habe und hab auch gleich zugesagt. Dann hat Paul mir aber erzählt, dass er da einen Promotermin hat und die Kids nicht nehmen kann und da die Großeltern auch keine Zeit haben dachte ich...“, „Hannah ich nehme sie, keine Sorge!“ unterbricht Rachel sie, „Ehrlich? Das würdest du machen? Oh danke Rachel! Ich könnte dich knuddeln, aber das lasse ich lieber.“, Hannah strahlt richtig, Rachel ist einfach die Beste! „Naja, den einen Tag wird’s mal gehen, denke ich. Oder Freitag auch noch?“, „Ja, das wäre gut, wenn du sie Freitag auch noch nehmen könntest! Bitte Rachel, bitte, bitte, bitte!“, „Klar könnte ich sie freitags auch noch nehmen, aber ich weiß nicht, wo sie schlafen sollen, oder müssen wir zu euch ziehen?“, „Oh, warte mal kurz!“, sie legt die Hand auf den Sprecher und sieht Paul fragend an: „Wie machen wir das mit dem Schlafen?“, „Sie können doch bei meiner Mum schlafen, abends ist sie sicher wieder da. Sie kann sie dann früh wieder zu Rach bringen, das müsste eigentlich gehen.“ antwortet er ihr und schnappt sich sein Handy, um seine Mutter anzurufen. „Gut Rachel, Pauls Mum könnte sie die Nacht über nehmen, sie würde sie dann morgens wieder bei dir vorbei bringen, ist das ok?“, „Ja, wenn das geht, dann ist das ok so. Gut Han, dann telefonieren wir nochmal deswegen, oder am Besten ich komme morgen mal bei euch vorbei, ja?“, „Ja, ist gut! Dann bis morgen, bis dann! Und danke nochmal! Ciao!“, „Nichts zu danken, ciao!“. Hannah legt auf und wartet, dass Paul auch fertig ist, „Und? Was sagt deine Mum?“, „Sie ist dabei, kein Problem mit den Kids! Sie nimmt sie dann am Samstag, bis du sie abholst.“, „Sehr gut! Dann wäre das ja geklärt und keiner von uns muss heime bleiben und die Kids sind trotzdem gut versorgt.“ stellt er zufrieden fest und küsst Hannah fröhlich erst auf die Nase und dann auf den Mund. „Yeah, L.A., ich komme!“ freut sie sich und küsst ihn auch nochmal. „Und wehe, du kriegst die Rolle nicht!“ sagt Paul streng, die ganze Anstrengung mit der Planerei, Umänderung und Telefonierierei war doch wohl hoffentlich nicht umsonst! „Ich werde mir die größte Mühe geben, versprochen!“, „Na hoffentlich, wir zählen auf dich! Wir drücken dir alle die Daumen, enttäusch uns nicht!“, „Ich werds versuchen. Kann ich jetzt trotzdem ins Bett gehen? Ich bin nämlich müde.“, „Klar, schlaf dich aus, damit du nächste Woche topfit bist! Ich komme dann auch gleich.“, „Jaja, lass dir ruhig Zeit, ich geh schonmal, gute Nacht.“, „Nacht Baby, schlaf gut und träum süß!“, die beiden küssen sich nochmal ganz lange und dann geht Hannah schonmal ins Bett und Paul kommt etwa eine halbe Stunde später, als sie dann schon schläft, auch nach. Freitag, eine Woche später, die Kinder sind heute schon den 2. Tag bei Tante Rachel und waren bisher auch eigentlich ganz lieb, höchste Zeit, das mal zu ändern! Josie hat nicht lange gebraucht um mitzukriegen, dass es bei Rachel viele tolle Schminksachen und Klamotten gibt, das ist natürlich genau das Richtige für sie, also schleicht sie in einer unbeobachteten Minute ins Schlafzimmer und sieht sich da mal ein wenig um. Währenddessen sitzt Georgie mit Onkel Jeremy vorm Fernseher und sieht ihm fasziniert zu, wie er mit der PlayStation spielt. Echt interessant, wie da so ein Auto um die Kurven rast, über Rampen springt und andren Flitzern hinten drauf fährt. Julie sitzt da lieber in der Küche am Tisch und malt ganz brav. Rachel weiß gar nicht, was immer alle haben: Julie ist doch die Liebste von allen! „Na Julie, was malst du denn Schönes?“ fragt Rachel sie, weil sie das Gekritzel irgendwie nicht entziffern kann. „Baby!“ erklärt sie ihr stolz und präsentiert ihr das Blatt Papier, „Aha, wessen Baby denn? Kelly, oder mein Baby oder das von Tante Jo?“, „Mami Baby!“ antwortet sie und malt weiter. Rachel kratzt sich nachdenklich am Kopf, wie, Mamis Baby? „Ach eine Mami mit ihrem Baby, oder was?“, „Nein, meine Mami und Baby!“, Mann, ist denn das so schwer zu verstehen? Das sieht man doch, dass das ihre Mami sein soll! „Oh, deine Mami und ein Baby, aha. Du willst wohl ein Baby für die Mami?“, das hätte Rachel lieber nicht fragen sollen, sie setzt Julie sonst nur Flausen in den Kopf, das fehlte noch! Noch ein Baby! „Ja, Baby für Mami und Daddy!“ strahlt Julie, dass es Tante Rachel endlich begriffen hat. „Na ich glaube nicht, dass deine Mami und dein Daddy noch ein Baby haben wollen. Sie haben doch schon 3, meinst du nicht, dass das reicht?“, Rachel muss ihr das mit dem Geschwisterchen ganz schnell wieder ausreden, sonst darf sie nie wieder auf die Kinder aufpassen! „Nein, noch mehr Babys!“, „Nein Julie, ihr 3 reicht vollkommen aus. Frag mal deine Mami, wie viel Arbeit ein Baby macht. Du hast doch bei Tante Tina bestimmt schonmal gesehen, dass so ein kleines Baby ständig weint und immer bloß schläft, oder? Damit kannst du gar nicht spielen. Das ist so langweilig, glaub mir.“, „Aber du auch Baby!“ erinnert sie Julie jetzt an ihren dicken Kugelbauch. Wenn ein Baby wirklich sowas Schlimmes ist, wieso kriegt sie dann auch eins? „Ja, aber das ist ja mein Baby, nicht das deiner Eltern, verstehst du? Ich will ja nicht damit spielen und ich hab auch noch kein andres Kind, um das ich mich kümmern muss, aber deine Mami hat doch dich, Josie und Georgie auch noch. Verstehst du das?“, „Und Daddy!“ ruft Julie noch, Daddy hat Mami auch noch, den dürfen sie nicht vergessen! „Ja genau, Daddy hat sie auch noch! Also siehst du? Deine Mami hat gar keine Zeit für ein Baby. Überleg dir das später nochmal, wenn du ein bisschen größer bist, dann könnt ihr mit deiner Mami bestimmt nochmal darüber reden, ok?“, „Ok, kein Baby!“ stimmt Julie ihr schließlich doch zu und malt ein andres Bild. Na das hat doch super geklappt, jetzt kann Rachel auch kleinen Kindern dumme Ideen ausreden, jetzt kann ihre Tochter kommen! Rachel will sich gerade einen Moment auf einen Küchenstuhl setzten, um sich ein bisschen auszuruhen (denn so einen 9-Monatsbauch vor sich herzuschieben macht ganz schön müde), als plötzlich Josie aus dem Schlafzimmer zurück in die Küche kommt: überall mit Make-up, Lippenstift, Puder und Lidschatten vollgeschmiert – sogar auf Rachels Klamotten, die sie sich aus dem Schrank geholt und angezogen hat! „Oh nein, wie siehst du denn aus?“ ruft Rachel schockiert, sie ist zu sprachlos, um zu schimpfen, Josie hat ja alles versaut – aber süß sieht sie damit trotzdem aus! „Hübsch macht!“ antwortet Josie ihr grinsend, sie hat sich sogar kleine Haarspangen in ihre kurzen, weißblonden Haare gemacht, deshalb sind sie jetzt ganz zerzaust und stehen in alle Richtungen. „Ja, sehr hübsch! Aber Josie, das sind doch meine Sachen, du kannst die doch nicht einfach aus dem Schrank zerren und anziehen! Guck mal, die sind dir doch viel zu groß! Und beschmiert hast du sie auch, sieh mal!“. Josie versteht gar nicht, warum sie sich so aufregt, sie wollte sich doch nur hübsch machen und weil Rachels Sachen nun mal so schön sind, hat sie die halt genommen! „Mensch Josie, komm mal her, ich mach dich mal sauber, du...“, sie wird vom Telefon unterbrochen, das in diesem Moment klingelt. „Also wenn das deine Mami oder dein Daddy ist, dann werde ich denen gleich mal erzählen, dass sie dir einen Farbkasten schenken sollen!“ meint Rachel und watschelt zum Telefon. „Hallo?“, „Ja, hi Rach, ich bins, Paul!, „Oh, hi Paul! Na? Was gibt’s?“, „Nichts Besonderes. Was machen die Kleinen? Ich hoffe, sie sind lieb!“, „Naja...sagen wirs mal so: es gibt Schlimmeres!“, „Oh nein, was haben sie denn schon wieder gemacht? Haben sie was kaputt gemacht?“, „Nein, das nicht, aber deine Tochter möchte scheinbar mal Model werden. Sie hat eben meine ganzen Klamotten aus dem Schrank geholt und angezogen. Dazu hat sie sich noch mit Schminke angepinselt, das solltest du sehen!“, „Naja, also nichts Ungewöhnliches, ja? Und sonst? Sind sie sonst lieb?“, „Ja, sonst geht’s eigentlich! Georgie wird grad Formel 1 Weltmeister und Julie plant, wie sie an ein Geschwisterchen kommt.“, „Was? Sie will ein Baby haben? Das fällt aber aus! Wie kommt sie denn auf sowas? Hol sie bitte ganz schnell von diesem Trip runter, ja?“, „Hab ich schon, keine Sorge! Ich habs ihr versucht auszureden und ich glaube, sie hats auch akzeptiert. Aber ich denke, sie wird Hannah damit nochmal konfrontieren, also warn sie lieber schonmal vor.“, „Ja, mach ich. Oh nein, nicht noch ein Baby! Ohne mich! Hat Han dich eigentlich schon angerufen?“, „Nein, wieso? Gibt’s schon Neuigkeiten? Hat sie schon den Oscar?“, „Nein, noch nicht ganz, aber so gut wie! Sie sagt sie weiß es zwar noch nicht so genau, aber der Regisseur hat ihr gegenüber so eine Andeutung gemacht, dass sie schonmal damit rechnen sollte.“, „Echt? Das heißt sie hat die Rolle?“, „Noch nicht, aber wie gesagt, der Regisseur ist ganz optimistisch, dass sie sie kriegt!“, „Aww, dann gratuliere ihr von mir, ja? Sag ihr ganz liebe Grüße, auch von Jez und den Kindern. Wir sind alle ganz stolz auf sie.“. „Ja, sag ich ihr, wenn sie mich eher nochmal anrufen sollte als euch. Aber sie wollte heute Abend nochmal bei euch durchklingeln, also könnt ihr es ihr bestimmt selbst sagen. Ich muss aber jetzt wieder, die Andren warten schon, also bis später!“, „Ja. Paul?“, „Ja?“, „Gibt’s schon was Neues von Jon und Trisha? Du weißt schon...“, „Nein, was solls da Neues geben? Wer der Papa ist, werden wir nach der Geburt erst sehen, aber sonst soll es dem Kleinen ganz gut gehen. Aber trotzdem, ciao!“, „Ja, bis dann!“. Rachel legt wieder auf und watschelt zu ihrem Stuhl zurück, wo sie sich dann drauf plumsen lässt. „War das Mami?“ fragt Georgie gleich, als er aus dem Wohnzimmer kommt, „Nein, aber dein Daddy. Er ist mit der Band weit weg und muss arbeiten, aber er kommt ja übermorgen wieder.“ erklärt Rachel ihm. „Und wann Mami wieder da?“ fragt er weiter, denn er vermisst seine Eltern sehr. Er hat ja schon öfter nur mit Mami alleine zu Hause gesessen, aber so ganz alleine, auch ohne Mami war er noch nie...obwohl, doch, als Mami und Daddy in den Flitterwochen waren, aber da war er bei Oma. „Mami kommt morgen wieder, sie holt euch dann morgen bei der Oma ab, ok?“, „Ja, wo ist Mami? Sie auch mit der Band arbeitet?“, „Nein, sie arbeitet woanders. Noch viel weiter weg als die Band. Komm mal her, ich zeig dir mal auf dem Globus, wo deine Eltern jetzt sind.“, sie dreht den Globus so, dass sie ihm erst Europa zeigen kann, wo Daddy jetzt grad in einem TV-Studio in Deutschland sitzt und dann zeigt sie ihm Nordamerika, wo seine Mami in Los Angeles arbeitet. „Und wo sind wir?“ fragt Georgie neugierig, als er sich die Erde so anguckt, „Wir sind hier, in London.“ zeigt sie ihm und dreht die Kugel wieder auf Europa zurück. „Mami ganz weit weg.“ bemerkt er traurig und schlürft ins Wohnzimmer zurück, um sich wieder mit einem Autorennen abzulenken. Also kann Rachel jetzt Josie sauber machen und sie dann richtig schön schminken und Julie malt weiter, diesmal kleine Tiere. Ca. 4 Wochen später, es ist noch sehr früh an einem Mittwoch Morgen, klingelt plötzlich bei Paul und Han das Telefon und so quält sich Paul aus dem Bett und eilt nach unten, um dem Klingeln ein Ende zu setzten. „Ja?“ gähnt er in den Hörer, „Morgen, Paul! Sorry, dass ich dich wecke, aber du darfst uns gratulieren!“ hört er Jeremys Stimme, „Wozu?“, „Wir sind Eltern!“, „Echt? Aww, Glückwunsch! Und? Lief alles glatt? Wie geht’s Rach?“, „Rach geht’s super! Sie ist etwas müde, aber ihr und Catherine geht’s prima!“ erzählt ihm Jeremy ganz aufgeregt. Aha, jetzt haben er und Rachel also auch endlich ihr Baby! „Catherine? Mh, klingt gut! Wie lange hats denn gedauert?“, „Och, nicht sooo lange! Heute Morgen, gegen 4 hat sie mich geweckt wegen einem Ziehen im Rücken...naja, du wirst das sicherlich selber wissen!“, „Oh ja, ich kenne das! Und wann war sie da?“, „Vor knapp einer halben Stunde gabs den ersten Schrei. Exakt 6 Pfund schwer und ganz genau 50 cm lang. Wie abgemessen!“ berichtet Jeremy stolz und strahlt übers ganze Gesicht. „Wow, das sind ja jetzt schon Traummaße! Aber 2 ½ Stunden beim 1. Kind sind nicht schlecht! Wie habt ihr das hingekriegt?“, „Weiß nicht, Cahtie wollte halt ihre Mama nicht so lange quälen wie eure Kids das gemacht haben! Wie lange wars bei Georgie nochmal?“, „Ähm...gut und gerne 25 Stunden! Mann, bin ich neidisch, dass das bei euch so schnell ging! Hat die Kleine denn noch einen 2. Vornamen?“ fragt Paul neugierig. „Amanda. Sie heißt Catherine Amamda Edwards!“, „Das ist ein richtig schöner Name, ehrlich! Aber du, ich bin noch todmüde, also sag deinen Damen gaaaaaanz liebe Grüße von uns allen, alles, alles Gute und genießt es, solange sie noch so klein ist, sie werden viel zu schnell groß! Und wenn sie erstmal groß sind...ich sags dir, schaff dir niemals gleich 3 kleine Kinder auf einmal an!“, „Naja, danke für den Tipp! Du musst es ja wissen. Also gut, ich richte es ihnen aus, dann schlaf mal noch schön, sag deinen Leuten auch liebe Grüße, ja? Bis später!“, „Ja, bis dann!“. Paul legt wieder auf und krabbelt in sein warmes Bett zurück. Im Laufe des Vormittags hat Jo alle zu einem spontanen Gruppenbesuch im Krankenhaus zusammen getrommelt und so stehen sie jetzt, kurz nach dem Mittagsschlaf der Kids, vor Rachels Zimmertür und stecken ihre Köpfe nacheinander herein. „Hi Mami!“ begrüßen sie sie alle gleichzeitig und Rachel sieht erschrocken auf, fängt dann aber an zu strahlen: „Hi, he, das ist ja eine Überraschung!“. „Ja, nicht? Ich hoffe, ihr macht das nächsten Monat bei mir auch!“ grinst Jo und umarmt Rachel erstmal beglückwünschend. „Na klar, dann kommen wir alle, mit samt Team, den Juniors und unseren Kids!“ meint Paul und umarmt Rachel jetzt auch. „Ist das Cathie?“ fragt Georgie und sieht neugierig in das Babybett neben Tante Rachel, „Ja, das ist Cathie! Willst du sie mal halten?“, „Oh ja!“ lächelt er und wartet gespannt, dass ihm das Baby auf den Arm gelegt wird. „Aber setz dich lieber hier auf meinen Schoß, Georgie, ja? Die Kleine wird nämlich schnell schwer, nicht, dass du sie fallen lässt!“ sagt Hannah und setzt erst sich auf den nächsten Stuhl, nimmt dann ihren Sohn auf ihren Schoß und Rachel legt Cathie in Georgies Arme. „Kopf halten.“ erklärt Georgie allen, er kennt das ja noch von seinen Schwesterchen, bei denen haben auch immer alle das Köpfchen gehalten. „Ja, lass dir von der Mami helfen, sie müsste das doch von uns allen am Besten können.“ rät Tina ihm, die selber ihre, mittlerweile 8 Monate alte, Tochter Kelly auf dem Arm hat. „Eigentlich müsstest ihr sie mal halten, Jon, Jo! Ihr müsst demnächst auch öfter Babys in den Schlaf singen und sie, wenn sie nicht schlafen wollen, durch die ganze Wohnung schleppen.“ meint Bradley und sieht sich in der Runde der bereits stolzen und noch werdenden Eltern um. Dann ist ja jetzt der Einzige, der noch ohne ist, das müsste er schnell mal ändern... „Naja, Jo auf jeden Fall, bei mir werden wir es ja noch sehen!“ antwortet Jon leicht enttäuscht, langsam macht es ihn doch traurig, dass er möglicherweise gar nicht zu dem Baby, was seine, inzwischen gute Freundin Trisha bekommt und das er schon so oft beim Ultraschall gesehen und gehört hat, gehört, sondern es so einen Idiot, der sein Kind einfach alleine lässt, als Vater hat. „Mensch Jon, jetzt denk doch nicht an sowas, denk positiv, du wirst schon der Papa sein, das weiß ich!“ versucht Jo ihn aufzumuntern, aber Jon ist immernoch skeptisch. „Meinst du? Was macht dich denn so sicher? Sag jetzt bitte nicht dein Gefühl! Was in letzter Zeit mit deinen Gefühlen ist, das weiß ich schon... Ich sage nur: du weißt, dass dir nicht mehr schlecht wird und dann kotzt du wieder in den Tourbus – alles klar!“ lacht er und erinnert sich gerade an die Szene, wo sie alle im Bus saßen und gerade von einem Auftritt kamen. Jo meinte, sie müsse nicht nochmal aufs Klo, ihre Morgenübelkeit wäre vorbei, das WÜSSTE sie angeblich ganz sicher und was passierte? Sie musste sich in diesem Moment vor allen Anderen im Bus übergeben! „Jaja, ist ja schon gut! Aber darf ich es mir wenigstens wünschen? Oder ist das auch nicht erlaubt?“, „Doch, das darfst du!“, „Dankeschön, du bist einfach zu lieb!“. „Hört auf jetzt ihr 2, ihr erschreckt Cathie bloß!“ geht Rachel dazwischen, denn das Baby weint jetzt und hört nicht mehr auf damit. „Sorry.“ kommt es von beiden und die 2 bewundern, mit allen andren, wieder die neuste Hauptperson. So vergehen auch weitere 4 Wochen und heute Abend steht das erste Konzert der Band an – in London! Rachel hat zwar noch Mutterschaftsurlaub, wird aber trotzdem bei den Konzerten dabei sein, muss Klein Cathie eben mit! Nur Jo wird nicht dabei sein, denn sie hat in den kommenden Tagen Geburtstermin und abgesehen davon kann sie sich sowieso nicht mehr bewegen, also sieht sie sich die Konzerte lieber von der Couch aus in den Nachrichten an und warten liegend, dass sich ihr Söhnchen meldet. Auch Hannah ist zu Hause, aber nicht, weil sie ungeduldig auf die Geburt ihrer Kinder wartet, sondern um auf sie aufzupassen. So bekommt sie den einen Nachmittag dann endlich den lang ersehnten Anruf: „Hallo?“, „Ja? Hannah? Wir haben einen Jungen!“ kreischt eine Stimme überglücklich am anderen Ende der Leitung. „Hi Lee! Das freut mich, herzlichen Glückwunsch! Wie geht’s Jo?“, „Super! Der Kleine hat zwar eine Weile auf sich warten lassen ,aber jetzt sind Mutter und Sohn wohlauf. James Maurice kam heute genau 16. 52 Uhr mit 6,5 Pfund und guten 51 cm auf die Welt!“ liest Lee immernoch ganz aufgeregt von der Geburtsurkunde ab. „Wow, gratuliere! Meinst du, die Kids und ich könnten morgen mal Jo und James einen Besuch abstatten? Sonst ist ja keiner da, um sie zu besuchen, also von uns meine ich.“, „Klar, sicher! Sie würde sich bestimmt riesig freuen! Sie hat vorhin schon nach dir gefragt, wie du die 25 Stunden ausgehalten hast, sie wollte nach 12 Stunden schon schlapp machen.“, „Was heißt hier schon? Mach das mal, weißt du, wie anstrengend das ist? Dabei sind 12 Stunden wirklich noch gut, im Vergleich zu meinen Strapazen...was hab ich bloß falsch gemacht?“, „Tja, wir haben einfach artigere Kinder als ihr!“, „Ja, ich merk schon, ihr habt euch alle gegen uns verschworen! Naja, Hauptsache, den beiden geht’s gut. Dann bestell mal liebe Grüße von uns, ja? Bis morgen!“, „Ja klar, bis morgen!“. Damit beendet Hannah dieses Gespräch und ruft dann gleich bei Paul an, um ihm und den Anderen die freudige Nachricht zu überbringen. Am nächsten Tag geht sie dann mit ihren Kindern ins Krankenhaus, um Jo und James zu besuchen. Sie haben sich erst nur leise unterhalten, da James gerade gestillt wurde und eh schon am Einschlafen war. Aber jetzt, wo er tief und fest schlummert, können sie wieder mit normaler Lautstärke reden: „Na nun erzähl mal, wie wars?“ schießt Hannah gleich die erste Frage in den Raum. „Puh...anstrengend! Und schmerzhaft!“ ant