In der neuen Serie gibt es mal wieder ein Veränderung. Zum ersten Mal wurden nicht in Amerika produziert, alle Szenen wurden in Barcelona gedreht. Die Geschichte ist stärker, die schauspielerische Leistung besser und die einzelnen Personen sind weiter entwickelt worden, es bleibt aber nach wie vor eine Geschichte von S Club. John fasst zusammen: „ Jo dreht durch, Rachel ist eine Prinzessin, Bradley ist hinter den Mädchen her. Hannah ist verwirrt, sie ist die weibliche Version von mir. Und Tina hat ganz klare Vorstellungen.“
Ende 2002 werden sie mit den Arbeiten an ihrem ersten Spielfilm beginnen, dieser soll, laut Columbia Tristar, im Herbst 2003 in die Kinos kommen. Die Fans werden dann gleich zweimal S Club zum Preis von einer Kinokarte bekommen, ein verrückter Professor wird die Band klonen. Die Doppelgänger werden den Platz der echten Musiker einnehmen, während diese in Gefangenschaft darum kämpfen wieder ihre eigenen Identitäten zu bekommen.
Die Band war außerdem mit der Arbeit am vierten Album sehr beschäftigt. Wie vorher auch haben John und Bradley die wichtigste Rolle beim Komponieren und bei der Produktion übernommen. Diesmal wurden sie von Tina Barrett unterstützt. Sie möchte sich zukünftig mehr beim Schreiben einbringen, diese Fähigkeit hat sich erst seit kurzem für sich entdeckt.
„Ich stehe gerne auf der Bühne, doch ich bin auch ein sehr kreativer Mensch und dieser Teil von mir musste lange zurückstehen, daher fühle ich mich heute sehr ausgeglichen,“ sagt Tina.
Der ehemalige Sound von S Club wurde durch Songs wie “Reach And Bring It All Back“ gekennzeichnet, heute ist mehr Raum für Dance-Grooves oder starke Balladen. Die Königin der Balladen, Jo O`Meara,über das Album: „Die Balladen sind jetzt erwachsener geworden. Vor allem „Stright From The Heart“ ist ein außergewöhnlich gelungener Song.“
Normalerweise wird diese Art von Popkarriere dadurch gekennzeichnet, dass sich die einzelnen Bandmitglieder irgendwann gegeneinander verbünden bis die Trennung durch so genannte künstlerische Differenzen unausweichlich scheint. Die Band hat immer gesagt, dass es das Ende der Band sei, wenn einer von ihnen die Band verlassen würde. Aber als Paul zur Bestürzung seiner Bandkollegen bekannt gab, dass er die Band verlassen wolle, stellten sie fest, dass sie sich mittlerweile als Einheit verstanden und, dass sie noch zu viel vorhatten und zu ambitioniert waren um jetzt aufzuhören.
Niemand hat sie gezwungen zusammen zu bleiben und gerade die Freiheit so zu bleiben wie sie waren, hat sie im gegenseitigen Respekt gestärkt und so haben sie die Entwicklung der Gruppe genossen. „Ich denke nicht, dass wir so lange in der Band geblieben wären, wenn man uns vorgeschrieben hätte, wie wir zu sein hätten und was wir anziehen müssen,“ sagt Rachel. „Jeder lebt sein eigenes Leben, wir sind sechs Individuen.
Niemand tut so als gäbe es keine schwierigen Momente: die Isolation, wenn man drei Monate lang in Amerika dreht, die unaufhörlichen, anstrengenden Zeitpläne und die ständige Beobachtung durch die Öffentlichkeit. Die Mitglieder von S Club hatten da ihre Meinungsverschiedenheiten, doch heute wissen alle instinktiv, wenn der ein oder andere in den Arm genommen oder allein gelassen werden will. „Wir sind immer noch gute und enge Freunde,“ sagt Bradley. Gegen alle Regeln ist ihre Stärke als Team , der gegenseitige Respekt und ihre Kameradschaft besser als je zuvor.
Doch für die Band gibt es immer noch neue Herausforderungen. Letztes Jahr waren sie die erste britische Band seit den Spice Girls, der es gelang zeitgleich Top Ten Hits in England und Amerika mit verschiedenen Singles zu haben („Don´t Stop Moving“ und „Never Had A Dream Come True“).
Aufgrund ihrer weltweiten Verpflichtungen konnten sich S Club immer noch nicht um ihre immer stärker wachsende Fangemeinde in den USA kümmern, doch in diesem Herbst werden sie dorthin zurück kehren um ihre Single „Don´t Stop Moving“ ausführlicher vorzustellen.
2002 konnten sie auch ihren Ruf als Live-Act weiter ausbauen, während der 25- tägigen „Carnival“ Tour durch England bewiesen sie, dass sie sich als Künstler deutlich weiter entwickelt haben. Die Mütter und Väter, die zu Beginn des Auftrittes noch gelangweilt und gähnend auf ihren Stühlen saßen, tanzten am Ende der Show auf den Gängen. Die Band wird ihre dritte „S Club United“ Tour im April 2003 beginnen.
Die Veröffentlichung der neuen Single und des vierten Albums im November sind der Startschuss für ein Jahr voller Arbeit, das S Club weltweit noch mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken wird. In den meisten Märkten der Welt ist S Club längst etabliert. Sie waren auf Platz Eins der Charts in Australien, Neuseeland und Irland. Goldene Schallplatten haben sie unter anderem in Chile, Mexico und den USA bekommen, eine Platin-Auszeichnung gab es in Kanada.
Doch das Vereinigte Königreich ist immer noch ihr stärkster Markt. Letztes Jahr konnten sie mit „Have You Ever“ ihren vierten Nummer Eins- Erfolg feiern. Sie haben mehr als 2.1 Millionen Schallplatten in England verkauft und ihr letztes Album „Sunshine“ wurde nach nur acht Wochen mit vierfach Platin ausgezeichnet.
Wie sagt Bradley so schön: „Ich finde es toll, dass wir eine erfolgreiche Band sind. Wir hätten auch problemlos als schlechter Scherz verstanden werden können, die Band, die es fünf Minuten lang gab. Doch stattdessen sind wir recht erfolgreich, dafür haben wir hart gearbeitet. Ich bin stolz auch mich und ich bin stolz auf jeden in der Band!